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Ein Blick in die Wache zeigt: Feuerwehrleute haben einen ziemlich harten Beruf

Mehr als nur Blaulicht und Drehleiter

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der Zeitungs-Ag der Grundschule Bisperode

Hameln. Bei unserem Besuch der Feuerwehr hat uns Herr Brockmann, ein Mitglied der Feuerwehr, gegen 9.30 Uhr in der Ruthenstraße freundlich in Empfang genommen. Er führte uns in einen Schulungsraum und begann sehr ausführlich über die Aufgaben der Feuerwehr zu berichten.

Wir erfuhren, dass es eine Kinderfeuerwehr für 5- bis 12-Jährige, die Jugendfeuerwehr für 10- bis 18-Jährige, die Freiwillige Feuerwehr für 16- bis 63-Jährige, die Berufsfeuerwehr für 18 bis 60-Jährige gibt. Außerdem gibt es eine Pflichtfeuerwehr für 18- bis 42-Jährige. Die Pflichtfeuerwehr kannten wir bislang nicht. Sie wird in Gebieten einberufen, in denen es keine Freiwillge Feuerwehr beziehungsweise Berufsfeuerwehr gibt. Hier muss der Bürgermeister etwa 22 Personen im Alter von 18 bis 42 Jahren auswählen, die diesen Dienst dann ausüben müssen. Diese Personen werden dann für ihren Einsatz bezahlt.

Uns wunderte, dass es eine Altersgrenze bei den Mitgliedern der Feuerwehr gibt. Herr Brockmann konnte uns aber sehr deutlich machen, dass ein Feuerwehrmann körperlich sehr fit sein muss. Allein seine angelegte Kleidung, nebst Atemschutzmaske und Atemgerät zeige, mit welchem zusätzlichem Gewicht sich ein Feuerwehrmann im Einsatz bewegen muss. Allein das Atemschutzgerät wiegt etwa 18 Kilogramm. Da bei einem Zimmerbrand Temperaturen um 600 Grad entstehen können, ist diese Ausrüstung lebensnotwendig.

Nachdem wir einen Übungs-Parcours für Feuerwehrmänner und -frauen absolviert hatten – allerdings ohne Ausrüstung – konnten wir die hohe körperliche Anstrengung etwas nachvollziehen. Uns hat es dann auch nicht gewundert, dass alle drei Jahre ein Gesundheitscheck der Feuerwehrleute erforderlich ist, der ihnen die nötige Fitness für ihre Einsätze bescheinigt.

1865 wurde die Feuerwehr in Hameln gegründet. Unsere Vermutung, dass Hameln über eine Berufsfeuerwehr verfügt, war falsch. Da Hameln nur insgesamt 59 000 Einwohner hat und nicht 100 000 – diese wären zur Einrichtung einer Berufsfeuerwehr nötig, – wurde hier eine andere Lösung gefunden. Hameln verfügt über eine Hauptberufliche Wachbereitschaft. Das heißt, die Wache ist 24 Stunden, also rund um die Uhr, mit etwa elf Mitarbeitern besetzt, die im Schichtdienst arbeiten. Insgesamt arbeiten in Hameln ungefähr 400 Feuerwehrleute, davon sind zirka 40 weiblich.

In der Fahrzeughalle konnten wir uns einen Teil des Fuhrparks ansehen. Am Standort sind insgesamt 16 Fahrzeuge. Neben Löschfahrzeugen und Fahrzeugen, die über eine Drehleiter verfügen, gibt es auch drei Rettungswagen.

Bei rund 400 Einsätzen im Jahr ist der Verschleiß der Fahrzeuge auch sehr hoch. In diesem Jahr gab es schon 310 Einsätze. So sind die Fahrzeuge meist zehn Jahre in Gebrauch und müssen dann durch neue ersetzt werden. Im Vergleich dazu erreichen die Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr meist eine Lebensdauer von 25 Jahren. Zuletzt erinnerte uns Brockmann daran, dass ab 1. Januar 2016 Rauchmelder in Wohnungen und Häusern Pflicht sind, sonst können sich in Zukunft die Versicherungen weigern, bei Brandschäden zu zahlen. Zu unserer eigenen Sicherheit werden wir unsere Eltern auf fehlende Rauchmelder hinweisen.

In Hameln arbeiten rund 400 Feuerwehrleute. Die Schüler lernten einen von ihnen kennen.



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