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Dickey Betts & Great Southern rocken die Bluesgarage / Wenn die rote Gibson weint

Mehr als 300 Fans huldigen Southern-Rock-Legende

Dickey Betts gehört zu den 100 besten Gitarristen aller Zeiten des amerikanischen Musikmagazins „Rolling Stone“. Er rangiert auf Platz 58 und befindet sich damit auf Augenhöhe mit Richie Blackmore und Ike Turner.

Zusammen mit Duane Allman (Gitarre), Gregg Allman (Gesang/Keyboard), Berry Oakley (Bass), Jaimoe Johanny Johanson (Percussion) und Butch Trucks (Schlagzeug) gründete er 1969 die Allman Brothers Band, in der er bis zum Jahr 2000 mit seinem Gitarrenspiel wichtige musikalische Akzente setzte. Seine bekanntesten Kompositionen bei den Allman Brothers waren „Ramblin‘ Man“, der seiner Tochter gewidmete Instrumental-Song „Jessica“ sowie „In Memory of Elizabeth Reed“.

Dass die Veranstaltung nicht ganz ausverkauft war, lag sicher daran, dass einen Tag vorher der aktuelle Gitarrist der Allman Brothers, Warren Haynes mit seiner Band Gov’t Mule, zu Gast in Isernhagen war. Bei seinem Konzert konnte Bluesgaragen-Chef Henry stolz das Schild „Sold Out“ an seine Eingangstür heften. „Ich kann das eigentlich nicht verstehen – so eine Legende von „face to face“, das ist einmalig und eigentlich nicht zu toppen. Da nehme ich auch gerne mal einen etwas höheren Eintrittspreis in Kauf“, erklärte uns Kai aus Hildesheim, den wir von 19.30 Uhr bis zum Konzertende vor der Bühne kauern sahen.

„Hallo, auf die Erkennungsmelodie kurz vor Konzertbeginn werden wir diesmal aus bekanntem Grund verzichten, denn die bekommt ihr heute als kompletten Song. Welcome on stage: Dickey Betts“, erklärte Henry den Fans, die natürlich allesamt wussten, dass der Instrumental-Song „Jessica“ aus der Feder des US-Amerikaners stammt.

Wenn der Vater mit dem Sohn – Duane Betts begleitete seinen Vater auf der Gitarre.

Das Programm von Betts war hauptsächlich von Klassikern der Allman Brothers Band geprägt, einigen Cover-Stücken und Kompositionen seiner Band Great Southern. Los ging’s mit dem Instrumentalstück „High Falls“, gefolgt vom Blind Willie Mc Tell-Cover „Statesboro Blues“, den Keyboarder Mike Kach sang.

Schon jetzt wurde klar, dass sich die beiden Frontmänner Dickey Betts und Gitarrist Andy Aledort für die Gitarren-Veredlungen eines jeden Songs verantwortlich zeigten. Zwar stand mit dem Sohn von Betts, Duane, noch ein dritter Gitarrist auf der Bühne, der aber mehr oder weniger Beiwerk war. Erst beim dritten Stück „Nothing You Can Do“ erhob der 69-Jährige erstmals seine Stimme – ansonsten hielt sich die Südstaaten-Legende in Sachen „Gesang“ weitgehend zurück.

Fast jeder Titel ein Monumental-Werk – unter sieben Minuten verließ an diesem Abend kaum ein Song die Bühne – so wunderte sich auch keiner, dass aus der roten Gibson gerade mal mehr als ein Dutzend Songs flossen.

Wie eine Statue stand Betts auf der Bühne – kein Lächeln, kaum Titel-Ansagen – dafür flogen aber zwei Plektren zu den Fans. Als Zugabe „Ramblin‘ Man“ – einen der Top-Kompositionen, mit denen sich Dickey Betts schon heute ein musikalisches Denkmal gesetzt hat.




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