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Meditieren beim World Peace Festival – ein Erfahrungsbericht

BAD MÜNDER. Teil von etwas ganz Großem, einer weltweiten Bewegung wie dem World Peace Festival sein – das ist auch einer Kleinstadt wie Bad Münder möglich. Auch ich war für die NDZ dabei – ein Erfahrungsbericht eines Meditations-Neulings.

Per Live-Schaltung nach Indien verfolgen die Teilnehmer die Ansprache des spirituellen Führers Krishnaji. Foto: Lindermann
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Rund 20 Teilnehmer haben sich schon im Meditationsraum der Physiotherapiepraxis von Elke Müller eingefunden, als ich hinzukomme – darunter sowohl Meditationsneulinge wie ich, als auch jahrelange Anhänger der fernöstlichen Praktik. Zu Beginn stellen sich die Organisatoren des Friedenspunktes in Bad Münder, Hans-Otto Janus und Heike Plate, vor. Beide sind bereits seit vielen Jahren eng mit der Meditation verbunden und können von transzendentalen Erlebnissen berichten – sehr beeindruckend.

Sie erklären den Hintergrund des World Peace Festivals: Die Bewegung geht von Indien aus. Zehn Tage lang hatten viele Menschen gemeinsam meditiert, waren zusammen „in ein Meer aus Gnade, Mitgefühl und Frieden eingetaucht“, wie die Organisatoren es beschreiben. Jeden Tag wurde für etwas anderes eine Friedensabsicht gehalten, darunter für Familien, Frauen und gegen Gewalt, wie Janus und Plate den Teilnehmern erzählen. Zum Abschluss des Festivals haben nun alle Menschen auf der Welt die Möglichkeit, an Energiepunkten wie dem in Bad Münder gemeinsam zu meditieren und so Frieden in sich selbst und für die Welt zu bringen. Auch über die spirituellen Führer, die die Idee zum Festival hatten, erfahren wir einiges: Krishnaji und Preethaji sind erfolgreiche Geschäftsleute, also normale Menschen, und führen gleichzeitig die O&O Academy, eine Schule für Meditation und Philosophie.

Dann starten wir in eine einfache Meditation. Zunächst bin ich mir unsicher, ob ich ohne Erfahrung folgen kann, bin aber positiv überrascht: Heike Plate erklärt im Vorfeld die einzelnen Zyklen der Meditation, und auch währenddessen wird immer wieder angesagt, was zu tun ist: etwa tief atmen oder wie eine Biene summen. Erlaubt ist aber auch, zwischendurch kurz die Augen zu öffnen und zu schauen, was Hans-Otto Janus gerade macht – was ich auch das ein oder andere Mal nutze. Dazu wird beruhigende Musik abgespielt. Schon mal ein guter Einstieg.

Dann wird es spannend: Wir werden live nach Indien geschaltet, in den Ekam-Tempel, in dem sich mehrere Tausend Menschen versammelt haben. Zunächst hören wir eine Friedensbotschaft von Krishnaji, bevor die Meditation startet, die parallel in zahlreiche Sprachen übersetzt wird. Dass der Ton dabei etwas holpert, ist bei der Vielzahl der Menschen, die weltweit zugeschaltet sind, durchaus verständlich. Trotzdem schaffen wir es, der Meditation zu folgen: Dabei geht es etwa darum, innerlich zu sich selbst zu sagen, mit der Familie im Einklang zu sein, mit den Eltern, mit dem Beruf. Das Sanskritwort für Frieden – „Shanti“ – sprechen wir dabei immer laut mit.

Besonders ergreifend finde ich den Moment, an dem sich alle im Raum an den Händen fassen, um die Einheit aller Menschen der Welt zu spüren. Gleichzeitig sehen wir in der Übertragung, dass die Menschen in Indien dasselbe tun. Der Gedanke, dass sich in diesem Moment Hunderttausende Menschen weltweit an den Händen halten, bringt mir eine Gänsehaut und sorgt tatsächlich dafür, die Einheit der Menschen zu spüren.

Nach der Meditation sind sich die Teilnehmer einig: „Es ist toll, dass es hier diese Möglichkeit gibt.“ Teilnehmerin Andrea berichtet etwa: „Die Energie kam in der Verbindung nach Indien richtig rüber, das fand ich enorm.“

Mein Fazit: Ganz ist es mir zwar nicht gelungen, in der Meditation geistig abzuschalten, doch ich fühlte mich danach den ganzen Tag entspannt – und ein Einheitsgefühl entstand dabei tatsächlich. Meinen ersten Kontakt mit der Meditation habe ich nicht bereut – und vielleicht ist das ja nur der erste Schritt.



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