weather-image
22°

Massiver Schutz vor dem Tod am Baum

BAD MÜNDER. Jede Menge Stahl wird derzeit an der Bundesstraße 442 verbaut. Von Hachmühlen in Richtung Bad Münder arbeitet sich die Kolonne Meter um Meter vor, die Mitarbeiter einer Fachfirma installieren Schutzplanken. Die sollen Unfälle mit Straßenbäumen, die sehr häufig zu schweren Verletzungen führen, verhindern.

270_0900_113355_lkbm106_2610_heller_Leitplanke_Stadtbahn.jpg
Jens

Autor

Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Insbesondere zu Stoßzeiten im Berufsverkehr kam es auf der B 442 in den vergangenen Tagen zu Wartezeiten, weil eine Fahrspur für die Arbeiten gesperrt werden musste. Die Bundesstraße von Hachmühlen bis zur Autobahnauffahrt in Lauenau wird abschnittsweise mit Planken ausgestattet, und Markus Brockmann, Leiter des Hamelner Geschäftsbereichs der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, ist durchaus froh, dass der Bund in einem Programm die Mittel dafür bereitstellt. „Auf der Strecke gibt es keinen ausgewiesenen Unfallschwerpunkt, aber überall dort, wo Bäume in Nähe der Fahrbahn stehen, wollen wir nach und nach Schutzplanken installieren“, sagt Brockmann.
Er weiß, dass die Stahlplanken kein Allheilmittel sind, um Unfälle zu verhindern – schließlich könne es auch zu schweren Unfällen kommen, wenn Fahrzeuge von der Planke zurück auf die Fahrbahn geschleudert werden. Die Auswertung der schweren Unfallfolgen weist aber auf die besondere Problematik des Anpralls an Straßenbäume hin. Nach Polizeiangaben gibt es in keinem anderen Bundesland so viele tödliche oder schwere Unfälle mit Bäumen wie in Niedersachsen.

Je nach dem, was geschützt werden muss, kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz. In einigen Bereichen werden komplette Abschnitte mit Planken versehen, in anderen Bereichen einzelne Bäume abgesichert. Dabei kommen auch „Primus“-Planken zum Einsatz, die die Energie eines Aufpralls besonders effektiv aufnehmen können. Zur Kostenreduzierung wird in Abstimmung mit Landwirten auch versucht, die Zahl der freizulassenden Feldzufahrten zu reduzieren. „Dazu schließen wir auch Vereinbarungen mit Landwirten“, sagt Brockmann.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt