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Gebäude ist ein Sanierungsfall / Suche nach Ursache beginnt / Quelle für Geschäftskonzept wichtig

Maroder Brunnen macht "Beauty Campus" Sorgen

Bad Eilsen (tw). Er ist ein zentraler Eckpfeiler im Konzept des "Beauty-Campus", und er macht dessen Geschäftsführern Stephanie und Torsten Frank mächtig Sorgen: der Georgenbrunnen an der Bahnhofstraße. Das Ehepaar möchte den Brunnen reaktivieren und das ihn umschließende und unter Denkmalschutz stehende Gebäude als Geschäftsraum für kosmetische Produkte und Heilmittel nutzen. Doch das Gebäude hat Risse, droht womöglich eines Tages wegzusacken. Jetzt soll ein Statiker die Ursache klären.

"Die Franks, die mit dem Georg-Wilhelm-Haus auch den Georgenbrunnen erworben haben, möchten für den Brunnen wieder eine staatliche Anerkennung zum Ausschenken des Heilwassers erhalten", sagt Horst Rinne. Der Bad Eilser Bürgermeister hatte zum Ortstermin geladen, an dem neben den Ratsmitgliedern Dr. Willi Dreves, Manfred Kühn und Thomas Schütte auch Bauhofchef Bertram Meier undBernd Conrad (Kirchner-Ingenieure, Stadthagen) teilnahmen. Rinne: "Die Befürchtung geht dahin, dass die Erschütterungen durch den Schwerlastverkehr, der über die vorgelagerte Auebrücke rollt, die Risse im Brunnengebäude verursachen." Sicher scheint das aber keineswegs. Denn zumindest der Schaumburger Amtsleiter Bernd Hugo sei gemeinsam mit einem Brückenbau-Ingenieur der Landesbehörde für Straßenbau (Hameln) der Auffassung, dass die Risse ebenso durch ein Absacken der an die Aue grenzenden und auf Schwemmsand gründenden Stützmauer entstanden sein können. Ähnlich sieht das auch Conrad, obwohl kein Brückenexperte: "Der Schwerlastverkehr als Ursache für die Risse im Gemäuer - das könnte nach meinem Dafürhalten nur sein, wenn die Auebrücke auf dem gleichen Fundament wie die Stützmauer ruht." Sei das nicht der Fall, müsse es eine andere Ursachegeben, denn die Distanz zwischen Brücke und Brunnen sei groß. Wie auch immer. Obwohl die Gemeinde denÜberbau erst vor einigen Jahren hatte erneuern lassen, "haben wir über den eigentlichen Brückenbau leider keine Unterlagen mehr", bedauert Rinne. "Sobald wir ,Luft' haben, wird unser Bauhof auf Anraten aus Hameln mithilfe eines Baggers die an und auf der Mauer stehenden Büsche entfernen und den fraglichen Geländestreifen ausschachten", erklärt der Bürgermeister. Eventuell könne das Problem des Absackens gelöst werden, wenn eine zusätzliche versteifende Betonmauer eingezogen werde. Nach Dafürhalten von Kühn ähnelt die Problematik derjenigen, welche der Gemeinde vor einigen Jahren an der Promenade zu schaffen gemacht hatte. Auch dort und damals sei eine Mauer, die "einfach nur hochgezogen" worden sei, schließlich gekippt. Wie auch immer. "Die Franks", berichtet Rinne, "haben sich damit einverstanden erklärt, dass wir die Kosten für den Sachverständigen respektive Statiker teilen." Demnach würde das Ehepaar als Eigentümer des Brunnens ein Drittel und die Gemeinde als Baulastträger und Eigentümer der Stützmauer zwei Drittel übernehmen. "Das", so der Bürgermeister, "ist fair". Jetzt wird "Kirchner" einen Fachmann aussuchen, der unter anderem eine Bohrung im Fundament der Mauer vornehmen soll, um die Ursache des Absackens zweifelsfrei klären zu können. Weiterer Bericht unten.




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