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Inhaber des „Il Porto“ stellt erneut Antrag auf eine Terrasse an seinem Restaurant

Marktplatz: Kein Plan?

Lindhorst. „Il Porto“-Chef Benjamin Dageför hat noch nicht aufgegeben, von der Gemeinde Lindhorst eine Terrasse genehmigt zu bekommen. Seit er mit seinem Restaurant vor rund drei Jahren aus der Kalten Straße an die Bahnhofstraße gezogen war, versucht er, einen Weg dafür zu finden. Bei seinem Umzug hatte die Gemeinde noch vor, den Marktplatz, auf dem Parkplätze ausgewiesen sind, umzugestalten und eine Fläche für Außengastronomie einzuräumen.

In einem Bürgerbegehren hatten sich die Lindhorster aber gegen die Veränderung entschieden (wir berichteten). Nun entsteht der Eindruck, als hätte die Gemeinde keinen Plan mehr, wie es dort künftig weitergehen soll. Die Zusage von der Gemeinde, er bekomme über kurz oder lang die Möglichkeit, am Marktplatz auch einen Außenbereich zu betreiben, war mitentscheidend dafür, dass Dageför an die Bahnhofstraße gezogen war. Jetzt hat er einen neuen Anlauf gestartet und erneut einen Antrag gestellt.

„Die Busspur wird nicht mehr genutzt“, sagt der Gastronom zu dem Straßenstreifen vor seinem Restaurant. Deshalb würde er gerne 100 bis 200 Quadratmeter davon für seine Zwecke kaufen oder mieten. „Verkaufen will die Gemeinde nicht, da hab ich schon gefragt“, berichtet er. Der Quadratmeterpreis, der ihm für eine eventuelle Pacht genannt worden sei, sei im Vergleich zu Stadthäger undr Wunstorfer Preisen horrende gewesen. „Ich habe gesagt, dass ich bereit wäre, den Außenbereich für 1500 Euro im Jahr zu pachten“, erläutert der Wirt seine Vorstellungen. Für diese Saison sei der Zug ohnehin abgefahren, meint der Inhaber des „Il Porto“. Er hoffe, für nächstes Jahr eine positive Entscheidung vom Rat zu bekommen. „Außerdem wird erzählt, ich hätte kein Interesse mehr.“ Dem wolle er entgegenwirken.

Andrea Sempf von der Gemeindeverwaltung geht davon aus, dass der neue Antrag von Dageför noch in diesem Jahr behandelt werde, betont aber, dass es sich bei dem Bereich, den der Gastronom ins Auge gefasst habe, nicht um eine Busspur handele, sondern offiziell um einen Teil der Bahnhofstraße. Sempf bestätigt aber, dass die Busse diese Station nicht mehr anfahren und die Linie dauerhaft verlegt worden ist.

Ideal wäre es nach Meinung Dageförs, wenn er außen mit Holz eine Art Sonnendeck errichten könnte, das auch optisch ansprechend wäre. Bisher stellt das „Il Porto“ ein paar Tische auf den Bürgersteig vor dem Restaurant. „Die sind ruckzuck voll“, beschreibt der Inhaber die Situation bei gutem Wetter. „Wer keinen Platz mehr bekommt, muss nach drinnen oder fährt weiter.“

Schön sehe es in der Umgebung auch nicht gerade aus, meint der Wirt mit Blick auf die Blumentröge. Er fragt sich, ob die Gemeinde sich überhaupt noch um den Platz kümmert. „Die Blumenkästen sind nicht bepflanzt worden“, wundert er sich über das Kraut, das in den Waschbetonkübeln sprießt. Ein Kübel sei bereits abgebaut worden, weil er von einem Auto demoliert worden sei, hat Dageför beobachtet.

Im Zuge der Sanierung der Bahnhofstraße sowie der Änderung der Zuwegung und den verworfenen Plänen zur Umgestaltung des Marktplatzes, habe wohl niemand mehr an die Bepflanzung gedacht, erklärt sich Sempf diesen Umstand. bab




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