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Wiedensahl in Dorferneuerungsprogramm aufgenommen

Marktplatz hat Priorität

Wiedensahl (gus). Jetzt gibt's Geld von der EU. Und vom Land Niedersachsen. Wiedensahl ist in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen worden. Nun soll ein Plan darüber erstellt werden, welche Arbeiten im Zuge des bis 2015 laufenden Projektes angefasst werden.

Die Freude war bei der Feierstunde im Wilhelm-Busch-Geburtshaus groß, als Bürgermeister Helmut Schaer einer Runde geladener Gäste verkündete, das Wiedensahl den Zuschlag bekommen hat. Anschließend übergab Kurt-Ulrich Schulz von der Behörde für Geoinformationen, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) den schriftlichen Aufnahmebescheid Wiedensahls. Die GLLbetreut das Dorferneuerungsprogramm in Niedersachsen. Schaer hatte auch gleich einige mögliche Anknüpfungspunkte parat: Der Marktplatz steht demnach ganz oben auf der Liste der zu fördernden Projekte. Außerdem sollen Querwege im Ort und die Fenster des Alten Pfarrhauses in den Dorferneuerungsplan aufgenommen werden. Für das Erstellen dieses Plans, der zu 50 Prozent mit Geld aus einem EU-Topf bezuschusst wird, gab Schulz einige Tipps. Ziel müsse es sein, nicht nur von einem Ingenieurbüro eine Liste mit Kosten und Zeitrahmen erstellen zu lassen. Vielmehr sollen die Wünsche der Gemeinde, gemeinnütziger Organisationen aber auch von Privatleuten en Detail in das Papier einfließen. Arbeitskreise, die sich mit Einzelaspekten befassen, sind demnach zu gründen. Entsprechende Arbeitsgruppen gibt es laut Schaer bereits. Auch Bürgerwünsche seien angemeldet worden. Diese deckten sich weitgehend mit den Vorstellungen der Gemeinderatsmitglieder. Förderfähig sind laut GLL-Informationen öffentlich Projekte, deren Planung bis zum Aufnahmebescheid noch nicht begonnen worden sind. Hinter dem Prinzip der Co-Finanzierung steckt nach Worten Schulz' der Gedanke, dass nur solche Arbeiten unterstützt werden sollen, die einer Gemeinde so wichtig sind, dass diese auch eigenes Geld dafür einsetzt. Jeder kommunale Euro für solche Projekte werde mit bis zu einem Euro aus dem Topf der Dorferneuerung bezuschusst. Die Förderung von 50 Prozent der Kosten ist allerdings nur dann möglich, wenn mit dem entsprechenden Vorhaben Ziele eines ländlichen Entwicklungskonzeptes umgesetzt werden. Hierbei sind die Richtlinien des Leader-Projektes maßgebend. Privatleute können mit bis zu 25 Prozent Zuschuss rechnen. Das Maximum liegt bei 25 000 Euro.Über die Förderfähigkeit entscheidet die GLL. Deshalb ist es laut Schulz sinnvoll, die Auswahl des Planungsbüros mit der Behörde abzustimmen. Etwas Zeit vergeht aber noch, bis es so richtig losgeht. Der Dorferneuerungsplan muss bis Ende 2009 fertig sein.




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