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Markt mit Magnetwirkung

Bad Münder. Ein zweiter Markttag könnte die Innenstadt zusätzlich beleben. Davon ist Einzelhandelsexperte Hans-Hermann Buhr von der Industrie- und Handelskammer Hannover überzeugt. Die Stadt sollte darüber nachdenken, neben dem Donnerstag noch einen weiteren Markttag anzubieten, regt der Fachmann an. „Das wäre nicht schlecht.“

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Erste Wahl für eine Ergänzung ist nach seiner Einschätzung der Sonnabend als klassischer Markttag. Alternativ komme beispielsweise auch der Dienstagvormittag in Betracht.

Die Erfahrung zeigt: Wer heute donnerstags am Vormittag in die Stadt geht, sieht volle Gassen. An anderen Wochentagen ist es dagegen oft menschenleer. Ein Markt habe immer Magnetwirkung, so Buhr. Auch andere Städte hätten das erkannt. In Springe bauen die Beschicker dienstags und freitags ihre Stände auf, in Stadthagen (21 500 Einwohner) gibt es gleich drei Markttage (Dienstag, Donnerstag und Sonnabend).

Auch Grünen-Ratsherr Hubertus Wöllenstein spricht sich schon seit Langem für einen zweiten Markttag aus. Eine von ihm durchgeführte unrepräsentative Umfrage unter den Einzelhändlern in der Innenstadt habe eindeutig ergeben, dass der Markttag auch bei ihnen für die höchsten Einnahmen sorge, „weil der Markt einfach viele Leute anzieht“. Natürlich favorisiere auch er den Sonnabend, räumt dem aber wenig Chancen auf Erfolg ein: „Unsere Standbetreiber stehen dann auf dem Markt in Hameln.“

Markthändler Hartmut Hakenbeck verfolgt die Debatte mit großer Skepsis. Einen zweiten Markttag lehnt er ab und folgt der Argumentation Wöllensteins. Erfolgsversprechend wäre hier allein der Sonnabend. „Doch da haben alle guten Händler schon andere Märkte, auf denen sie sind. Da findet sich keiner mehr.“

Unter der Woche würden Märkte von ihm und seinen Berufskollegen oft nur angefahren, um die Wagen einigermaßen auszulasten. Rechnen tue sich das in der Regel nicht. Das Geschäft brumme nur sonnabends und – mit Abstrichen – am Freitag.

Wenn schon keinen zweiten Tag, dann wenigstens eine Vergrößerung, sagt Optiker Johann Hasenfuss, der mit seinen Geschäft direkt an der Marktstraße sitzt. „Man könnte doch den Markt von der Obertorstraße bis in die Kellerstraße erweitern.“mf/col



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