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Fünftes Seifenkistenrennen: Gerth Baerfacker hat ein Herz für Tüftler und Schrauber

Marke Eigenbau darf mit an den Start

Lauenau (nah). Am 16. Juni wird ein Teil der Lauenauer Südstraße wieder zur Rennstrecke. Zum fünften Mal lässt dort die örtliche Schützengilde Seifenkisten rollen. Alle zwei Jahre stößt sie damit bei Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und 15 Jahren auf Begeisterung. Diese könnte bald noch größer werden. Denn zum ersten Mal dürfen ineiner offenen Klasse auch Vehikel der Marke "Eigenbau" starten.

Seine Begeisterung für Seifenkisten bewahrt sich Gerth Baerfacke

Der Ehrenvorsitzende der Gilde, Gerth Baerfacker, will damit den Tüftlern und den Wünschen von rennerfahrenen Seifenkistenfreunden Rechnung tragen. Schon beim letzten Mal waren nämlich zahlreiche enttäuschte Besitzer zum Zuschauen verdammt, weil sie die eigenen "Kisten" nicht auf die Rampe rollen durften. Bislang durften Teilnehmer nur unter den neun vorhandenen Fahrzeugen wählen. Baerfacker, der sich aus der eigenen Jugend die Begeisterung für die antriebslosen Karossen bewahrt hat, weiß aber von einer langsam wieder wachsenden Fangemeinde. "Es gibt anscheinend eine Renaissance der Seifenkisten und ihrer Rennen", hat er das wachsende Interesse auch auswärtiger Teilnehmer über das Internet registriert. Noch in den siebziger Jahren waren Rennen in ganz Deutschland gang und gäbe. Bei den bisherigen Lauenauer Veranstaltungen senkten sich die Startflaggen für regelmäßig rund 50 junge Teilnehmer. Das könnten mehr werden, glaubt Baerfacker, wenn sich dank einer offenen Klasse die Experten am Parcours einfinden. Natürlich müssen deren eigene Fahrzeuge die für eine Seifenkiste üblichen Standards aufweisen. Experten werden vor dem jeweiligen StartRäder, Lenkung und die äußerst wichtige Stempelbremse prüfen. Den hohen organisatorischen Aufwand nehmen die Schießsportler gern in Kauf. "Wir freuen uns immer über die Rennatmosphäre", erinnert sich Baerfacker an die Erlebnisse früherer Veranstaltungen. Und damit keine Unfälle passieren, werden vor allem Strohbunde zu platzieren sein. 160 Stück waren es beim letzten Mal. Die Mühe zahlte sich erneut aus: Bei den bisher vier für Fahrer und Zuschauer nicht ganz ungefährlichen Rennen gab es insgesamt nur zwei kleine Unfälle mit blauen Flecken.

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