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Hilfsaktion für eine Not leidende Region / Benefiz-Verkaufsschau in der Wandelhalle / "Amerikanische Versteigerung"

Marisa Vocino wirbt mit Bildern für Ulu in Kenia

Bad Eilsen (sig). Beim schweren Erdbeben im Norden Italiens, das sich 1997 ereignete, sorgte sie mit einer groß angelegten Aktion für die Linderung der ersten Not. Damals mobilisierte sie viele Spender aus dem Auetal und aus Obernkirchen. Inzwischen hat sich die gebürtige Italienerin Marisa Vocino einer neuen und nicht weniger wichtigen Aufgabe zugewendet. Sie engagiert sich für eine arme Region in Kenia. Diesem Zweck gilt eine Ausstellung, die am Donnerstagabend in der Wandelhalle des "Fürstenhofes" eröffnet wurde.

Großes Herz: Marisa Vocino.

Mitüberwiegend afrikanischen Motiven, die Marisa Vocino mit Acrylfarbe auf Leinwand hergestellt hat, und mit einer Reihe von Holzschnitzarbeiten aus Kenia, die ebenfalls zu sehr günstigen Preisen angeboten werden, unterstützt die sozial eingestellte Frau die "FOUSA". Diese Hilfsorganisation kümmert sich speziell um das Dorf Ulu und sein Einzugsgebiet, das in der Nähe der Landeshauptstadt Nairobi liegt. Dort geht es vornehmlich um gesundes Trinkwasser, um die schulische Fortbildung der Kinder und um die Möglichkeit medizinischer Behandlungen. Der Arzt Dr. Daniel Meyer aus Beckedorf gehört zu den Gründern dieses Hilfsprojektes. Anhand von beeindruckenden Bildern zeigte er, welche zivilisatorischen Defizite diese Region hat und was durch Helfer und Spender wie Marisa Vocino schon alles verbessert werden konnte. Mit vereinten Kräften bemüht man sich jetzt darum, Familien oder Einzelpersonen zu finden, die eine Patenschaft für Kinder übernehmen, denen sie mit 30 Euro im Monat eine schulische und berufliche Ausbildung ermöglichen können. Dr. Meyer: "Wir sorgen dafür, dass zwölf verschiedene Orte, die zu dieser Region gehören, regelmäßig medizinisch betreut werden. Auch ein Zahnarzt gehört zum Team. Nach dem Errichten klinisch zu nutzender Räume ist das nächste Projekt jetzt der Bau einer Internatschule für die weiterführende Ausbildung der Kinder." Dr. Udo Kressin, Leiter der Kreativwerkstatt des Rehazentrums, versteigerte zu Beginn der Vernissage ein Bild von Marisa Vocino auf amerikanische Art. Brigitte Schmidt aus Stadthagen durfte das Gemälde mitnehmen. Diese Spende war nicht die einzige, die an diesem Abend zusammenkam. Das Rehazentrum stellt die Wandelhalle kostenlos zur Verfügung. Den Gegenwert reicht die Auetalerin an FOUSA weiter. Auch die Gruppe Kambala aus Rinteln, die ihre afrikanischen Gesänge mit Trommelklängen begleitete, stiftete ihr Honorar für den guten Zweck. Maria Vocino hofft zudem, dass noch viele ihrer in warmen Rot- und Brauntönen gehaltenen Motive mit Symbolcharakter für den Schwarzen Erdteil in den nächsten Tagen abgesetzt werden können. Sie kann die dadurch entstehenden Lücken in der Ausstellung jederzeit füllen, versprach sie. Für Maria Vocino stand bei dieser Aktion das Ziel im Vordergrund, passende Atmosphäre und möglichst echte Gefühle zu vermitteln, damit sich Herzen und Hände für den guten Zweck öffnen.

Afrikanische Trommelklänge: die Gruppe "Kambala" aus Rinteln übe
  • Afrikanische Trommelklänge: die Gruppe "Kambala" aus Rinteln überzeugt bei der Vernissage. Fotos: sig
Seestück in Braun und Rot: Mit dem Verkauf von Bildern wie diese
  • Seestück in Braun und Rot: Mit dem Verkauf von Bildern wie diesem will die Künstlerin dem Schwarzen Erdteil helfen.
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