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Seit zehn Jahren bietet die Bückeburger Flex GmbH passgenaue Jugendhilfe an

Manko: "Der Jugend fehlt es an Vorbildern, vor allem an männlichen"

Bückeburg (mig). Seit 1998 hilft die Flex GmbH - mit Büros in Bückeburg, Hameln, Lage und Bielefeld - verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen. Jetzt hat der Jugendhilfeanbieter sein zehnjähriges Jubiläum als "Dankeschön an die Mitwirkungsbereitschaft der Familien" feiern können.

"Indem wir die Familien hier ins JBF-Zentrum einladen, wollen wir uns bedanken für zehn Jahre Vertrauen und eine hohe Akzeptanz", macht Geschäftsführer Lutz Heine deutlich. Heine hat das Flex vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben - heute umfasst die Einrichtung vier Geschäftsstellen und 100 Mitarbeiter. "Es lief vom ersten Augenblick an gut, nach zwei Wochen habe ich schonden ersten Mitarbeiter eingestellt", erinnert sich der Sonderpädagoge, Erzieher und Jurist. Möglich wurde die Gründung durch die Auswertung ambulanter Hilfen Ende der 80er Jahre. Inzwischen hat sich der Bedarf an Erziehungs- und Jugendhilfe durch die gesellschaftliche Entwicklung vervielfacht. "Es gibt immer weniger funktionierende Familien", sagt Heine und stellt fest: "Der Jugend fehlt es an Vorbildern, vor allem an männlichen." Flex bietet ein mediatorisch geprägtes, sozialpädagogisches Unterstützungsangebot. Heine: "Zu uns kommen Familien aus allen sozialen Schichten, Voraussetzung ist ein Antrag beim Jugendamt." Unter Einbeziehung aller wichtigen Bezugspersonen und Institutionen werden Erwartungen formuliert und Aufgabenkataloge erstellt. Ziel ist die "Verselbständigung" durch "Orientierung, Aktivierung, Entwicklung und Stabilisierung". "Ein Vorteil ist das passgenaue Installieren der Hilfen. Die Adressaten müssen sich nicht in eine Schublade drängen", betont Heine. Zum Jubiläumsfest auf dem JBF-Zentrum waren neben zahlreichen Familien (in den zehn Jahren hatte Flex mehrere Tausend Klienten), auch Gäste aus Politik und Gesellschaft geladen. Nach einem Grußwort von Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach, der stellvertretenden Landrätin und Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses, Helma Hartmann-Grolm, sowie einem Fachvortrag von Rainer Kröger von der Bundesarbeitsgemeinschaft Erziehungshilfe kamen die Kinder und Heranwachsenden zu ihrem Recht. Eine Hüpfburg, Kicker-Fußball, die Kletterwand, ein Karussell und das "Mathom"-Theater beschäftigten die Jungen. Den Vormittag moderierte Kabarettist Ulrich Reineking. Die Fete endete bei kostenlosem Eis und Grillwürsten. Geschäftsführer Lutz Heine: "Über den ganzen Tag sind bestimmt etwa 500 Gäste dagewesen, wir hatten ein Super-Feed-back."




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