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Im Mai tritt Michael Rüscher (SPD) die Nachfolge von Uwe Kohnert im Ortsrat an

"Man muss auch mal streiten können"

Ahe (clb). Im Ortsrat Ahe-Engern-Kohlenstädt wird es einen Wechsel geben: Uwe Kohnert (SPD) gibt aus beruflichen Gründen sein Mandat ab, seine Nachfolge wird Michael Rüscher antreten. Durchaus ein Grund, um den in Ahe wohnenden Maschineneinrichter ein bisschen näher vorzustellen...

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Michael Rüscher ist durch und durch ein Aher. 1965 wurde er dort geboren, hat seine Kindheit in dem Weserdorf verbracht und lebt auch heute noch dort. Er kann sich sogar noch an die Zeiten erinnern, als es in Ahe noch die alte Schule gab: "Ein Jahr bin ich dort zur Grundschule gegangen", sagt er. Dann sei die Einrichtung geschlossen worden und er habe die zweite Klasse in Engern besucht. Als es ein Jahr später auch dort keine eigene Schule mehr gab, musste er den Rest seiner Grundschulzeit nach Deckbergen fahren. 1981, nach seiner Schulzeit, machte Michael Rüscher dann eine Lehre als Heizungsbauer; 1988 fing er dann bei der Firma Stüken als Maschineneinrichter an - wo er auch heute noch tätig ist. Durch seine Schichtarbeit, eine Woche Früh-, die andere Woche Spätdienst, hat der Aher nicht ganz so viel Zeit für seine Hobbys. "Früher habe ich viel Fußball gespielt", erklärt er, fügt dann grinsend hinzu: "Allerdings beim SC Deckbergen-Schaumburg, nicht beim SV Engern." Heute fährt er in seiner Freizeit gerne Fahrrad oder unternimmt etwas mit seinen beiden Töchtern (14 und 20 Jahre alt), die nach der Trennung von seiner Frau beide bei ihm leben. Mit seiner Tätigkeit im Ortsrat möchte Rüscher so viel wie möglich für die drei Ortsteile rausholen. "Angefangen von einer neuen Straßenlampe bis hin zur Bürgersteigsanierung", erklärt er. Für sein Heimatdorf Ahe wünscht er sich, das Hochwasserproblem endlich in den Griff zu bekommen: "Denn da liegt auch der Weserradweg, der ja sozusagen unser Aushängeschild ist." Als "eine Katastrophe" bezeichnet er den Auszug der Turn- und Sportgemeinschaft Ahe (TSG) aus dem Turnsaal. "Zuerst war ja ein An- oder Neubau im Gespräch, aber der Ortsteil ist dafür einfach zu klein. Das muss man halt einsehen", bedauert Rüscher, der selbst passives Mitglied in der TSG ist. Auch sonst sei in Ahe kein geeignetes Gebäude für die Nutzung der TSG vorhanden, daher habe man sich entschieden, die einzelnen Sparten in den Nachbardörfern unterzubringen. Zu den Sozialdemokraten ist Michael Rüscher übrigens durch seinen Vater gekommen, der früher selber in der SPD aktiv war. "Und die Ziele, die die Partei damals hatte, waren einfach meine Wellenlänge", sagt der Aher, der bereits seit 1991 im Ortsverein ist und auch vor einigen Jahren schonmal SPD-Mitglied im Ortsrat Ahe-Engern-Kohlenstädt war. Auf sein Amt, das erübrigens bei der nächsten Ortsratssitzung Ende Mai offiziell annehmen wird, freut er sich schon. "Ich komme nicht nur mit den eigenen Parteileuten, sondern auch mit allen anderen sehr gut klar", sagt er, ergänzt jedoch im gleichen Satz: "Aber zu harmonisch darf es natürlich auch nicht sein, manmuss sich auch mal streiten können!" Er sei halt nicht immer so der Ja-Sager. "Ich hab auch keine Probleme damit, mal gegen die Fraktion zu stimmen oder mich zu enthalten." Dass sein Vorgänger Uwe Kohnert aus beruflichen Gründen austreten musste, sei für ihn sehr überraschend gewesen. "Was sehr schade ist, denn er war engagiert und hat viel gemacht", bedauert der Sozialdemokrat. Übrigens nicht nur er, sondern auch Ortsbürgermeister Dieter Horn findet es schade, dass Kohnert sein Mandat niedergelegt hat. Horn fügt aber hinzu, dass man mit seinem Nachfolger einen sehr guten Ersatz gefunden habe: "Michael Rüscher wird sicherlich eine Bereicherung für unsere Fraktion sein", ist sich der Ortsbürgermeister sicher. Der Aher sei sofort im Gespräch gewesen, als Kohnerts Austritt bekannt wurde, da er sich bei den Kommunalwahlen beworben und den letzten Listenplatz erreicht hatte, jetzt aber nachrücken kann.



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