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Mäuse sind nicht gern allein

Rennmäuse sind pflegeleicht. Sie machen wenig Dreck und brauchen keine Animation, denn Beschäftigung finden sie selbst. Mit einfachen Naturmaterialien kommt im Mausgehege keine Langeweile auf. Sie graben Tunnel, wühlen herum oder nehmen ein ausgiebiges Sandbad. Ihr Zuhause wollen sie ständig neu und vor allem selbst gestalten. Glücklich ist eine Rennmaus nur mit Artgenossen. Wer zwei oder mehr der geselligen Tiere halten möchte, muss erst mal für ein ausreichend großes Gehege sorgen. Ein Käfig eignet sich dafür nicht, weil Rennmäuse für ihr Leben gern buddeln. Ihr solltet deshalb genug Einstreu verwenden, dass die Mäuse nach Herzenslust graben können. Bei einem Käfig würde bei dem ganzen Wühlen alles durch die Gitterstäbe fallen. Praktischer sind deswegen Aquarien oder Terrarien. Wichtig ist, dass das Gehege oben geschlossen ist, weil die Tiere gut springen können. Trotzdem müsst ihr unbedingt darauf achten, dass sie genug Frischluft bekommen.

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Platziert werden kann das Rennmausheim an einer Wand, in jedem Fall aber an einem hellen Ort. Ob ihr das Gehege bei euch ins Kinderzimmer stellen wollt, müsst ihr vorher gut überlegen. Denn Rennmäuse sind tag- und nachtaktiv und könnten euch mit ihren Geräuschen nachts beim Schlafen stören.

Als Einstreu wäre es gut, wenn ihr ein Sand-Hobelspan-Gemisch verwendet. Insbesondere der Sand spielt bei Rennmäusen nämlich eine wichtige Rolle, denn die Kleinen lieben es, darin zu baden. Deshalb immer eine Keramikschale mit frischem Sand ins Gehege stellen. Gut für die Fellpflege ist Chinchillasand. Neben einem Futterplatz und mehreren Schlafhäuschen dürfen im Rennmausgehege auch Heu und Stroh nicht fehlen. Damit bauen die Nager Nester und richten sich ihr Bettchen ein. Außerdem fressen sie davon, was gut zum Abschaben ihrer Zähne ist. Weil Rennmäuse gerne klettern, wäre es toll, wenn sich ihr Zuhause über mehrere Etagen erstreckt.

Ansonsten sind für die Ausstattung des Geheges Naturmaterialien wie Rindenstücke, Steine oder Wurzeln geeignet. Auch Äste von Weiden, Buchen oder Obstbäumen kommen bei den Mäusen gut an. Ein Rennmausherz schlägt für ausgeprägte Tunnelsysteme. Deshalb könnt ihr Ton- oder Holzröhren in den Käfig legen: Sie sind stabil, haben eine raue Oberfläche und lassen sich über verschiedenen Ebenen hinweg miteinander verbinden. Bietet man den Tieren diese Werkstoffe an, schaffen sie sich daraus ihren Lebensraum.

Auf Laufräder könnt ihr verzichten. Sie sind eher ungeeignet, weil die Nager sich darin ihre Füße oder den Schwanz einklemmen können.

Außerdem solltet ihr die Tiere nicht im Zimmer laufen lassen, weil das ziemlich gefährlich für die Mäuse werden kann. Sie können sich verheddern, irgendwo runterfallen oder Kabel durchbeißen. Außerdem büxen die flinken Nager schnell aus – sie wieder einzufangen, ist äußerst schwierig. Das Gehege solltet ihr nur einmal im Monat reinigen – Rennmäuse sind relativ geruchsneutral und geben nur wenig Urin ab. Einmal pro Woche kann man grob den Kot entfernen. Täglich reinigen solltet ihr aber die Futter- und Trinknäpfe. Auch ein frisches Sandbad gehört jeden Tag ins Gehege.



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