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Natur dient Münderanerin als Inspiration

Lyrik und Fotos würdigen Schönheit der Rose

Bad Münder (lil). Das Schreiben begleitet Renate Schmadalla bereits seit ihrer Kindheit. „Mich inspirieren vor allem Tiere und die Natur“, erzählt die 77-Jährige. Eine große Inspiration muss ihr da der Ausflug mit der Frauen Union (FU) ins Rosarium Sangerhausen gewesen sein, ist die Rose doch ihre Lieblingsblume. Deren Schönheit würdigt die Münderanerin in ihren Gedichten und besonders in ihren Fotos. Ihre neuesten Werke hat sie jetzt Ilse Albers, Vorsitzende der FU, gezeigt.

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Von der Kreativität Schmadallas hat Albers erst durch den gemeinsamen Tag im Rosarium erfahren. Überrascht war sie auch, eine wahre Rosenliebhaberin in ihren Reihen zu haben. Vor rund 15 Jahren gewann die gelernte Fotografin Schmadalla den Fotowettbewerb von NDR 1 Radio Niedersachsen. Gesucht wurden die schönsten Rosenbilder. Schmadalla war extra zum Maschsee nach Hannover gefahren, um am NDR-Funkhaus die Niedersachsenrosen zu fotografieren. „Als ich kam, war gerade die Sonne weg“, erinnert sie sich. Das Warten auf das passende Licht aber hat sich gelohnt, das zeigt die große Auszeichnung.

Auch ihre Lyrik wurde mit drei Preisen ausgezeichnet. Insgesamt acht Werke, Lyrik und Prosa, hat Schmadalla veröffentlicht, viele ihrer Fotos illustrieren diese. Hinzu kommen ihre Texte, die in mehr als 100 Sammelbänden erschienen sind. „Das Schreiben und das Fotografieren lassen sich gut kombinieren“, ist sich Schmadalla sicher. Ihre Reiseskizzen in Lyrik und Prosa unter dem Titel „Ein Kookaburra fliegt vorbei“ hat die Autorin Albers zum Lesen gegeben. „Das sind kurze Stücke“, erzählt Albers angetan und sie fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Da ist es kein Problem, wenn man beim Lesen unterbrochen wird.“

Stift und Zettel hat sie immer in der Tasche gehabt, erzählt Schmadalla. „Sogar wenn ich im Labor meines Mannes gesessen habe und mich um die Zahntechnik gekümmert habe.“

Ihre Lieblingsdichter sind Rainer Maria Rilke und Joseph von Eichendorff. Die meisten ihrer Texte erzählen von ihren Erlebnissen, sagt Schmadalla. „Wenn ich unglücklich war, habe ich die besten Sachen geschrieben – und wenn ich verliebt war.“ Einmal habe sie sich aber auch in die Rolle ihrer Schwester, die nach Australien ausgewandert war, versetzt, so die Autorin. Aus deren Perspektive erzählt sie einer alten Freundin, was sich in Bad Münder alles verändert hat.

Genauso mit ernsten und traurigen Themen setzt sich Schmadalla, die seit 1958 in Bad Münder lebt, auseinander. Am Volkstrauertag etwa hielt sie in der Aula der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule eine Rede – „als erste Frau überhaupt“ – und las ihre Kurzgeschichte über den deutschen Soldatenfriedhof bei Montecassino vor.

Was der 77-Jährigen derzeit besonders am Herzen liegt, spiegelt sich auch in ihren Texten wider: „In der letzten Zeit habe ich nur über meinen Welpen geschrieben“, berichtet Schmadalla mit einem Strahlen im Gesicht.



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