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Luftschlösser zeichnen

CeBit 2014: 3D-Stifte und Roboterbausätze

Autor:

Jobst Christian Höche

Hannover. Gestern hat die weltgrößte Messe der IT-Branche begonnen. Die CeBit 2014 wird auch in diesem Jahr einige Hunderttausend Besucher auf das Messegelände in Hannover-Laatzen locken, die sich dort über die neuesten Trends der IT-Branche informieren wollen. Die Redaktion stellt heute zwei besondere Innovationen der Messe vor, die in Zukunft für Aufsehen sorgen werden:

3D-Zeichenstift

Während schon seit einiger Zeit immer mehr 3D-Drucker unterschiedlichster Bauart und Leistungsfähigkeit den Weg in die Büros der Kreativen und Verspielten dieser Welt finden, tauchen nun die ersten Stifte auf, mit denen es buchstäblich im Handumdrehen gelingt – zumindest mit etwas Übung und Talent –, dreidimensionale Objekte einfach in die Luft zu zeichnen. Von FreeSculpt, einem Spezialisten für 3D-Drucker, kommt nun ein 3D-Pen, der bereits nach kurzem Gebrauch süchtig machen kann.

Wer das Risiko nicht scheut, kann sich am Stand der Pearl GmbH selbst davon überzeugen und zum Künstler werden. Mit dem FX1-free zeichnet man 3D-Objekte ganz einfach von Hand wie mit einem gewöhnlichen Kugelschreiber. Doch anstatt mit Tinte auf Papier, zeichnet man mit dünnem Kunststoffdraht in die Luft. Dazu bedarf es weder Grafik- noch Softwarekenntnisse: Jeder kann einfach draufloszeichnen. Linien senkrecht in die Luft ziehen, Spiralen in die Höhe zwirbeln oder zwei Punkte mit einer Querstrebe verbinden – mit ein wenig Übung gelingen sehr schnell erste kleine Skulpturen. Ob man dabei lieber schnell skizziert oder langsam malt, entscheidet man ganz nach den eigenen Fähigkeiten – die Schreibgeschwindigkeit lässt sich stufenlos einstellen.

Roboterbaukasten

Ob Ameise, Bagger oder Mini-Roboter – der Konstruktions-Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das Prinzip des innovativen Baukastensystems Kinematics, Preisträger des CeBIT Innovation Award 2014, erinnert an Legosteine. Die Besonderheit: Einige Steine im Kasten bewegen sich ganz von selbst und lassen so Tiere, Maschinen und Fantasie-Gebilde durch den Raum krabbeln, fahren, rennen.

Kinematics-Erfinder und Diplom-Designer Leonhard Oschütz zählt übrigens tatsächlich zu den leidenschaftlichen Lego-Fans; zusammen mit Christian Guder und Diplom-Kaufmann Dr. Matthias Bürger hat er an der Bauhaus-Universität Weimar das Konstruktionsspiel entwickelt. Der Baukasten besteht aus aktiven und passiven Steinen – bunte Würfel, Quader, Zylinder und Dreiecksprismen. Aus diesen unterschiedlichen Modulen können Nachwuchs-Konstrukteure bewegungsfähige und interaktive Modelle bauen.

Das einfache Steckverbindungsprinzip ermöglicht einen Daten- und Stromfluss zwischen allen Modulen, die in ihrer Verkettung zu bewegungsfähigen Gebilden verschmelzen. Den Grundbaukasten hat das Team als Prototyp realisiert – Erweiterungskästen sollen folgen, die kompliziertere Konstruktionen ermöglichen, beispielsweise eine Mini-Solaranlage. Zwar will das Kinematics-Team vor allem Kindern das komplex anmutende Themengebiet der Bewegung und Robotik im dreidimensionalen Raum spielerisch vermitteln, doch es ist sicher nicht nur ein großer Spaß für die Kleinen.




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