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Luftqualität: Entwarnung aus Hildesheim

BAD MÜNDER. Entwarnung an der Angerstraße: Die vorläufigen Ergebnisse einer Testreihe des Gewerbeaufsichtsamtes Hildesheim liegen vor – und sie lassen keinen dringenden Handlungsbedarf zur Verbesserung der Luftqualität erkennen.

Mit einem Passivsammler wurde an der Angerstraße drei Monate lang die Schadstoffkonzentration gemessen. Foto: Rathmann
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Das teilte jetzt Dr. Andreas Hainsch vom Lufthygienischen Überwachungssystem Niedersachsen (LÜN) auf NDZ-Nachfrage mit. Sein Dezernat gehört zur zentralen Unterstützungsstelle Luft, Lärm und Gefahrstoffe, die beim Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim angesiedelt ist. Bei der Auswertung einer allgemein gehaltenen landesweiten Modellierung waren für die Angerstraße in Bad Münder auffällig hohe Werte festgestellt worden. Sehr hohe Werte für eine Stadt wie Bad Münder, und das machte die Experten stutzig. Sie installierten einen Passivsammler, ein Analysegerät zur Bestimmung des Schadstoffs Stickstoffdioxid (NO2) in der Luft. Die Sammelstation wurde für rund drei Monate an einem Verkehrsschild an der Angerstraße befestigt und regelmäßig ausgelesen.

Die genauen Messergebnisse über den gesamten Zeitraum liegen Hainsch noch nicht vor, die ersten Zahlen sind aber so, dass der Experte bereits ankündigen kann, dass kein Handlungsbedarf bestehe. Das wäre der Fall gewesen, wenn der zulässige Jahresgrenzwert von 40 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft erreicht oder überschritten würde.

Negativ-Ergebnis für
Kurort nicht hilfreich

Im Modell hatten die Hildesheimer Experten die Luftqualität nach verschiedenen Kriterien beurteilt. Meteorologische Bedingungen spielen dabei ebenso eine Rolle wie Höhenprofile und Belastungen durch Bebauungen und Straßenverläufe. Denn im Kern geht es bei den Untersuchungen um die Belastungen, die durch den Kraftfahrzeugverkehr entstehen. Das Verhältnis der Bebauungshöhe zur Straßenbreite ist dabei von großer Bedeutung, auch die Straßenführung kann negativen Einfluss auf die Ausbreitungsbedingungen von Luftschadstoffen im Straßenraum haben, wie etwa an der Deisterstraße in Hameln. Entsprechend alarmiert waren in Bad Münder nach Bekanntwerden der Modellierungsergebnisse auch die zuständigen Mitarbeiter der Stadt – zum einen aufgrund der möglichen Belastung für die Anwohner, aber auch aufgrund der Außenwirkung: Als Kurort wäre die Erwähnung im Zusammenhang mit hoher Schadstoffkonzentration in der Luft keineswegs hilfreich.



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