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Niedersächsische Sparkassenstiftung zeichnet Heimatbund-Ortsgruppe mit „Preis für Denkmalpflege“ aus

Lob und Anerkennung fürs mündersche Bürgerhaus

Bad Münder (hzs). Bis auf die Theaterschinken und die Würste, die unter der Dielendecke baumeln, ist im alten Bürgerhaus an der Kellerstraße alles echt. Seit vielen Jahren bemüht sich die Ortsgruppe Bad Münder im Niedersächsischen Heimatbund mit großem Erfolg um den Erhalt, die Sanierung und die museale Nutzung des aus dem Jahr 1752 stammenden Gebäudes. Für sein Engagement wurde dem Museumsteam jetzt der mit 5000 Euro dotierte „Preis für Denkmalpflege 2010“ überreicht.

Michael Heinrich Schormann (l.) und Friedrich-Wilhelm Kaup überreichen den „Preis für Denkmalpflege“ an Museumschef

Dazu war neben dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Weserbergland, Friedrich-Wilhelm Kaup, auch der stellvertretende Geschäftsführer der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, Michael Heinrich Schormann, ins Bürgerhaus an der Kellerstraße gekommen. Die Auszeichnung wird seit 1968 alle zwei Jahre vergeben und ist mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 77000 Euro ausgestattet. Im Jahre 2010 wurden dabei in den Bezirken Hannover, Braunschweig, Lüneburg und Weser-Ems 29 Denkmale ausgezeichnet und sieben Belobigungen ausgesprochen. Insgesamt 49 Bewerbungen um den Stiftungspreis waren eingegangen.

„Dieser Preis soll deutlich machen, wie durch die Restaurierung von Denkmalen ein Stück Heimat- und Landesgeschichte mit neuem Leben erfüllt werden kann“, erklärte Schormann in seiner launig gestalteten Rede vor zahlreichen Gästen. Der Preis verstehe sich aber nicht als Zuschuss zu den Restaurierungskosten, sondern sei „Anerkennung von persönlichen Leistungen“. Die Ortsgruppe Bad Münder habe bei der Restaurierung des Hauses und dessen musealer Nutzung mit sehr hoher Qualität gearbeitet.

„Das Ergebnis ist dabei von einer Qualität, wie man sie sonst nur aus großen Freilichtmuseen kennt“, betonte auch Kaup. Mit Hilfe der Mitglieder, aber auch vieler Fachleute aus verschiedensten Bereichen der Wissenschaft, sei es der Ortsgruppe gelungen, eine „bauhistorische Quelle direkt vor Ort zu schaffen“.

Für die Sanierung und das Zugänglichmachen des alten Bürgerhauses hätten sich seinerzeit unterschiedliche Konzepte angeboten, so Museumsleiter Michael Meier. „Wir hatten an die Wiederherstellung des Urzustandes gedacht, aber das war nicht möglich, da es beispielsweise kaum noch Hausrat und Textilien aus jener Zeit gibt. So haben wir uns entschlossen, in einem Zeitschnitt zu zeigen, wie eine Schuhmacherfamilie um 1900 hier gelebt hat. Die hat das Haus 80 Jahre lang bewohnt“, erläuterte Meier den Gästen. So gibt die Kellerstraße heute einen lebendigen Einblick in die Lebens- und Arbeitsumstände der kleinstädtischen Bevölkerung in der Deistergegend in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Das Preisgeld wollen Meier und seine Helfer unter anderem als Rücklage für die weitere Arbeit verwenden. „Aber es soll auch gefeiert werden, denn wir haben doch in den letzten Jahren sehr viel Zeit, Kraft und Energie auf dieses Projekt verwendet“, so Meier.



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