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LKA-Gutachten zu B217-Unfall: Limousine nachlackiert?

Die nach einem schweren Unfall auf der B 217 am 8. Oktober gesuchte weiße Limousine war womöglich nachlackiert. Das hat eine Analyse des Landeskriminalamts ergeben. Die Polizei hofft nun auf weitere Hinweise - womöglich durch denjenigen, der die Lackierung vorgenommen hatte.

Am Dienstag, 8, Oktober, kurz nach 7 Uhr, ereignete sich auf der Bundesstraße 217 in Fahrtrichtung Hameln zwischen Hachmühlen und Hasperde ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem zwei Autofahrerinnen verletzt wurden. Der Unfall wurde durch den fehlerhaften Fahrstreifenwechsel eines bislang unbekannten Wagens verursacht. Dieser Wechsel des Fahrstreifens von links nach rechts löste auf der rechten Fahrspur einen Schleudervorgang aus, bei dem schließlich ein Toyota Yaris und ein Opel Crossland kollidierten.

Das mutmaßliche Verursacherfahrzeug flüchtete von der Unfallstelle in Richtung Hameln.

Es soll sich bei dem flüchtigen Wagen um eine weiße Limousine (längeres Fahrzeug mit Kofferraum; also kein SUV/Geländewagen, Kombi oder Kleinwagen). Das Modell ist unbekannt. Der gesuchte Wagen soll im vorderen Kotflügel einen eingelassenen Seitenblinker gehabt haben. Eventuelle Beschädigungen / Kontaktspuren dürften an der Fahrzeugecke rechts hinten (Seitenfläche des Stoßfängers / Radlauf am Kotflügel hinten rechts) zu finden sein.

Laut Polizei waren bei der Spurensicherung an den Unfallfahrzeugen zahlreiche Lackproben genommen und diverse Fahrzeugteile sichergestellt worden, die zur labortechnischen Untersuchung der Fachgruppe für Materialanalyse des Landeskriminalamtes (LKA) Niedersachsen übergeben wurden. Die Untersuchung der im Original gesicherten Fahrzeugteile, der diversen Lackpartikel sowie Lackproben von möglichen Verursacherfahrzeugen sind abgeschlossen; das LKA-Gutachten liegt dem zuständigen Unfallsachbearbeiter vom Kriminalermittlungsdienst des Polizeikommissariats Bad Münder vor.

Demnach ergibt sich aus dem Gutachten beziehungsweise dem Auffinden und der Analyse eines Fremdlackpartikels, der keinem der beteiligten Fahrzeuge zugeordnet werden kann, die Möglichkeit, dass es sich beim Kontakt- und Schadensbereich des gesuchten Verursacherfahrzeuges um eine Stelle handelt, deren Karosserie- oder Fahrzeugflächen bereits vor der Kollision in weißer Farbe nachlackiert waren. Mit der benutzten Lackierpistole ist vermutlich vor diesem Lackiervorgang mit roter Farbe gesprüht worden.

Der Unfallfluchtenermittler der Polizei Bad Münder stellt daher konkret die Frage: Wem ist eine weiße Limousine mit Seitenblinker im vorderen Kotflügel bekannt oder aufgefallen, die seit dem Unfalltag am 8. Oktober Kontaktspuren oder Beschädigungen hinten an der rechten Fahrzeugseite aufweist und diese Flächen möglicherweise bereits vor der Kollision in weißer Farbe nachlackiert waren? Derjenige, der den Lackiervorgang durchgeführt hat, kann sich eventuell daran erinnern, dass er vor dem Lackiervorgang mit weißer Farbe einen roten Lack versprüht hatte.

Hinweise bitte unter 05042-93310 an das Polizeikommissariat Bad Münder.




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