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Bundestagsabgeordnete Jutta Krellmann bedauert den Schritt des Münderaners – und stellt sich vor die Bundesvorsitzende

Linke zum Wöllenstein-Ausstieg: „Ausgesprochen schade“

Bad Münder (jhr). Die Absage von Hubertus Wöllenstein, mit der Partei die Linke für die Kommunalwahl im September eine gemeinsame Liste aufzustellen, wird von der Linken Bundestagsabgeordneten Jutta Krellmann bedauert. „Ausgesprochen schade“ sei es, dass Wöllenstein aus Verunsicherung über die aktuelle „Kommunismus-Diskussion“ die Zusammenarbeit aufgekündigt habe.


„Wir haben uns damals sehr darüber gefreut, dass er auf uns zugekommen ist“, sagt Krellmann. Wöllenstein hatte – aus der Erwartung heraus, dass er als Einzelkandidat der KWG kaum Chancen auf einen Einzug in den Stadtrat haben werde – die Idee einer gemeinsamen Liste entwickelt. Für die Linke tat sich damit die Chance auf einen Einstieg in die mündersche Kommunalpolitik auf – und nicht nur das: „Wir haben gemeinsam mit Herrn Wöllenstein Strategien entwickelt, wie wir an die Kommunalwahlen herangehen wollen. Die können wir jetzt auch auf andere Gemeinden übertragen“, sagt Krellmann. Im Gegensatz zu Wöllenstein sei sie „unbedarft“ in Kommunalpolitik. Als Gewerkschafterin sei sie immer irritiert gewesen, wenn sie gesehen habe, dass Politik an kommunalen Grenzen ende, während in den Betrieben über Globalisierung gesprochen werde. Der weitere Weg für sie: „Wenn sich interessierte Menschen finden, werden wir in Bad Münder weitermachen – mit oder ohne Herrn Wöllenstein.“

Zum Auslöser des Wöllenstein-Ausstiegs, der Kommunismus-Debatte ihrer Partei, bezieht Krellmann deutlich Stellung und nimmt die in die Kritik geratene Bundesvorsitzende Gesine Lötzsch in Schutz. „Wege zum Kommunismus ist die Überschrift des Zeitungsartikels, für den Gesine Lötzsch kritisiert wird. Inhaltlich kann ich das aber im Text nicht wiederfinden“, sagt Krellmann. „Von der Tendenz her sagt Gesine Lötzsch ganz klar, dass es ihr nicht um Kommunismus geht, sondern um Wege, eine gerechtere Gesellschaft zu suchen – was demokratischer Sozialismus bedeutet, und nichts anderes“, erläutert die Bundestagsabgeordnete. Sie halte die Diskussion für überbewertet – und ärgert sich „maßlos“ über Verbots-Forderungen, die aus dem CDU-Lager zu vernehmen sind. „So etwas sollen die mal lieber mit der NPD machen.“



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