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Lindhorst verkauft das "Tafelsilber"

Lindhorst (jl). Die Gemeinde Lindhorst muss sich vom größten Teil ihres so genannten Tafelsilbers trennen, umüberhaupt noch investieren zu können. Zum Verkauf stehen der Grünstreifen an der Glück-Auf-Straße, das ehemalige Rathaus der Gemeinde und das alte Sporthaus an der Lüdersfelder Straße. So sieht es der Haushaltsentwurf für dieses Jahr vor, der am Mittwochabend einstimmig vom Finanzausschuss gebilligt worden ist.

Nach den Darlegungen von Gemeindedirektor Jens Schwedhelm wird die Gemeinde in diesem wie im vergangenen Jahr ihren Haushalt nicht ausgleichen können. Mit dem Fehlbetrag aus dem Vorjahr wird das Minus in diesem Jahr auf rund 560 000 Euro steigen. "Ein Ausgleich ist momentan nicht möglich. Wir müssen vom ,Tafelsilber' leben", gab der Verwaltungs chef die Marschrichtung an. So soll es nach dem Willen von SPD und CDU auch geschehen. Nachdem sich die Sozialdemokraten längere Zeit gesträubt haben, werden sie nach den Worten von Ausschussmitglied und Fraktionschef Horst Schimmelpfennig dem Verkauf des Hauses Bahnhofstraße 55, dem ehemaligen Sitz der Gemeindeverwaltung, zustimmen. Das Haus wird demnächst ganz leer stehen, weil die Außenstelle des Jugendamtes des Landkreises in das Schulzentrum umziehen wird. Für die CDU bekundete Jens Thürnau: "Uns bleibt keine andere Wahl." Zum Verkauf steht auch nach wie vor der Grünstreifen an der Glück-Auf-Straße. Die dritte Immobilie ist das ehemalige Sportheim an der Lüdersfelder Straße, wo zuletzt das Print-Projekt untergebracht war. Die Gemeinde hofft, einen Erlös von rund 400 000 Euro zu erzielen. Damit soll der 520 000 Euro umfassende Vermögenshaushalt finanziert werden. Das Lindhorster "Tafelsilber" wäre mit den Verkäufen dann fast verbraucht.

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