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Eduard Hunker seit 1. Oktober neuer Geschäftsführer des regionalen Energieversorgers

Liefern die Stadtwerke künftig auch Strom?

Bückeburg (rc). Die Stadtwerke Schaumburg-Lippe werden verstärkt ihr Augenmerk darauf legen, als regionaler Energieversorger für die Menschen in der Region da zu sein. "Wir wollen nicht nur die Rendite im Auge haben, sondern an die Bürger denken und wettbewerbsfähige Preise bieten." Das sagten der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Stadthagens Bürgermeister Bernd Hellmann, und der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach, bei der Vorstellung des neuen Geschäftsführers, Eduard Hunker. Er hat am 1. Oktober die Leitung der Stadtwerke übernommen. Eineinhalb Jahre war die Stelle vakant, weil dieerste Suche nach einem Geschäftsführer nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte (wir berichteten).

Wie das Führungstrio während einer Pressekonferenz sagte, sehen sich die Stadtwerke für die Zukunft gut aufgestellt: "Energie ist und bleibt ein knappes Gut." Als Händler seien die Stadtwerke Schaumburg-Lippe vom Weltmarkt abhängig. Aber: "Der Kleine ist immer stärker als die Großen, weil wir die Kunden vor Ort kennen." Ein Beispiel für die selbstbewusste Selbstständigkeit ist, dass zum Jahresende die Verbraucher wieder eine eigene Gas- und Wasserrechnung der Stadtwerke erhalten, nicht mehr in Kombination mit der Stromrechnung von E.ON. "Obwohl E.ON natürlich nach wie vor ein guter strategischer Partner der Stadtwerke ist." Der Energiekonzern hält 15 Prozent an den Stadtwerken. Ob die Stadtwerke künftig ihre Geschäftsfelder ausbauen, ließen Aufsichtsrat und Geschäftsführer noch offen. Eduard Hunker: "Ich bin erst zwei Tage im Unternehmen und muss noch einiges kennenlernen." Wohin die Reise aber gehen könnte, macht die vorherige Arbeitsstation Hunkers, deutlich, die Stadtwerke Lübbecke. Unter seiner Geschäftsführung übernahmen die dortigen Stadtwerke das Stromgeschäft. "Ein gutes Geschäft", wie es Hunker rückblickend formulierte: "Es macht Sinn und rechnet sich." Es müsse geprüft werden, ob die Stadtwerke wieder ins Stromgeschäft gehen, sagten Brombach und Hellmann. Die Konzessionsverträge müssten daraufhin aber einer eingehenden Prüfung unterzogen werden. Nachdem sich die Lage auf dem Rohölmarkt in den vergangenen Wochen etwas beruhigt hat, geht das Führungstrio davon aus, dass eine Erhöhung der Gaspreise "im Moment eher unwahrscheinlich ist". Die Stadtwerke hätten in der Vergangenheit sehr flexibel auf Preisänderungen, sowohl nach oben als auch nach unten reagiert. Diese Geschäftspolitik werden wir fortsetzen", so Brombach.




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