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Kommunen sollen Stellung zum Antrag der Windpark-GbR beziehen / Prinzipiell für Windenergie – nur nicht in der eigenen Kommune

Lieber „weiße Bäume“ statt Atomkraft

Samtgemeinde Niedernwöhren. Soll der elf Jahre alte Flächennutzungsplan (F-Plan) zugunsten eines Windparks zwischen Nordsehl und Niedernwöhren geändert werden? Mit dieser Frage sollen sich die Mitgliedsgemeinden befassen, bevor die Samtgemeinde den Antrag der Lambeeke Windpark Entwicklungs-GbR weiter bearbeitet.

„Der Platz ist da, es gibt Leute, die sich darum kümmern“: Aus Sicht von Niedernwöhrens Bürgermeister Thomas Bachmann (SPD) spricht nichts dagegen. Schließlich müsse man sich entscheiden, ob man weiterhin Kernkraftwerke oder lieber „ein paar weiße Bäume“ haben will.

„Ich kann dazu noch keine Stellung nehmen“, sagt Hanna Mensching-Buhr (CDU), Bürgermeisterin in Nordsehl. Ihr lägen die Anträge noch nicht vor, daher wollte sie sich nicht äußern – auch nicht, wie sie allgemein dazu steht. Auch Mensching-Buhrs Familie gehört ein Teil der besagten Fläche, Besitzer ist aber ihr Ehemann.

Die übrigen Kommunen wären vom Windpark zwar nicht direkt betroffen, da eine Änderung des F-Plans aber das Windenergiekonzept der Samtgemeinde als Ganzes betreffen könnte, wurden alle Mitgliedsgemeinden um Stellungnahme gebeten, so die Verwaltung.

Lauenhagens Bürgermeister Dieter Kappmeier (SPD) findet: „Es ist besser als Atomkraft.“ Die Gemeinde habe keine Einwände gegen eine Änderung des F-Plans. „Aber einige der direkten Anlieger werden es bestimmt nicht gut finden.“ Wenn es irgendwann um Flächen in Lauenhagen gehe, müsse man sich damit aber noch einmal genauer befassen. Grundsätzlich sollten zunächst die bereits ausgewiesenen Vorrangflächen genutzt werden. Doch diese sind nun ausgereizt.

Nathan Adam (CDU), Gemeindedirektor in Wiedensahl, sagt: „Für Wiedensahl brauchen wir keine weiteren Windräder.“ Der geplante Windpark würde hinter dem Kanal liegen, damit wäre er optisch nicht wahrnehmbar. Trotzdem will sich Nathan noch einmal schlaumachen, schließlich müssten auch Landschafts- und Tierschutz berücksichtigt werden.

Friedrich Möller (WGP), Bürgermeister in Pollhagen, freut sich, dass nach zweijährigem „Dornröschenschlaf“ wieder Bewegung in das Thema Windpark kommt. Prinzipiell ist auch er für Windenergie. Wie sich der Rat zum Antrag der GbR positioniert, müsse aber ganz genau überlegt werden, denn auch Pollhäger Bürger wären geografisch betrachtet von den Anlagen beeinträchtigt.

In Meerbeck wurde das Thema noch nicht diskutiert. Letztlich sei das davon abhängig, wie groß die Belastung für die Anwohner sei, so Bürgermeisterin Sabine Druschke (SPD). Meerbeck würden die drei bisherigen Windräder reichen. Dass ein Interessent Anfang des Jahres seinen Antrag auf Windräder in Meerbeck von alleine zurückgezogen hat, darüber sei man nicht traurig.tbh, kil




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