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Samtgemeinden verkaufen Interargem-Anteile

Lieber Haufen Bares als jährliche Rendite

Samtgemeinde Niedernwöhren (gus). Nach Lindhorst steht auch die Nachbar-Samtgemeinde Niedernwöhren vor dem Verkauf ihrer Interargem-Anteile. Der Finanzausschuss der Kommune hat einstimmig dafür votiert, die Beteiligung an dem Betrieb, dessen Geschäft die Energiegewinnung in zwei Müllverbrennungsanlagen ist, zu veräußern.

Wie die Samtgemeinde Lindhorst hält auch Niedernwöhren Anteile im Wert von 137 000 Euro an der Interargem. Diese würden nach Worten von Samtgemeindebürgermeister Fritz Anke noch in diesem Jahr abzüglich rund 21 000 Euro Steuern ausgezahlt. Fortan entfiele damit eine jährliche Rendite im vierstelligen Euro-Bereich. Nach längerer Diskussion, so Anke, hat sich der Finanzausschuss aber für den Verkauf entschieden, weil das Geld für sinnvolle Investitionen gebraucht werde. Möglich sei demnach der Einbau einer neuen Heizung in der Grundschule Lauenhagen. Das letzte Wort in der Sache hat zwar der Samtgemeinderat, Anke geht aber davon aus, dass der einstimmigen Empfehlung des Finanzausschusses gefolgt wird. Ein weiteres Indiz dafür sei, dass sich ein Anlass, Anteile der Interargem GmbH zu halten, in Wohlgefallen aufgelöst hat. So wurde vor Jahren befürchtet, dass Klärschlamm irgendwann nicht mehr auf Ackerflächen verteilt werden darf. Dann, so Anke, hätte sich eine Gesellschafterfunktion eventuell günstig auf das Anliegen ausgewirkt, den Schlamm in den Müllverbrennungsanlagen der Interargem entsorgen zu lassen. Jetzt sei aber keine veränderte Gesetzeslage bezüglich des Klärschlamms mehr zu befürchten.




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