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Nicht Haute Couture, Hauptsache warm

Lieber den Rolli oder das kleine Schwarze?

Bad Münder (st). Wildhunde wie der Wolf sind in den kältesten Regionen der Welt zu Haus – eine dicke Jacke, einen Pullover oder gar Schühchen braucht das Raubtier nicht, um sich vor Kälte, Eis und Schnee zu schützen. Ihm reicht sein Fell. Domestizierte Haushunde allerdings können schon mal frieren, wenn es bei zweistelligen Minusgraden mit Herrchen oder Frauchen vor die Tür gehen soll.

Jolly bekommt von Frauchen Sana Roske auch schon mal ein paar Ha

Auch bei Hundehaltern in Bad Münder ist es nicht unüblich, ihrem sprichwörtlich besten Freund ein wärmendes Kleidungsstück überzustreifen. Sogar Pfoten-Überzieher sind im Winter angesagt.

Da ist zum Beispiel Sammy, der 14-jährige Bulldoggen-Rüde von Johann Hasenfuss. Er trägt wechselweise das kleine schwarze Jäckchen oder den knallroten Rollkragenpullover mit Katzenaufsticker. „Wir haben den Hund bekommen, als er neun Jahre alt war – aus dem Tierheim. Er war von seinem Vorbesitzer schwer misshandelt worden, jetzt wird er gepflegt.“ Frauchen Angelika Warnecke trägt das nahezu blinde und taube Tier zurzeit durch die Stadt. Das Streusalz auf den Straßen würde Sammys Pfoten nicht gut tun.

Jolly, Jack-Russel-Terrier von Sana Roske, wird nicht getragen – er ist auch erst drei. Doch auch seinen Pfoten bekommt das Streumittel nicht. „Jedes Mal, wenn wir nach Hause kommen, duschen wir Jolly ab, damit das Salz abgeht“, so Roske. Der Hund würde stets Schmerzen haben und gar nicht mehr richtig auftreten wollen. „In der Wohnung trippelt Jolly dann von einer Pfote auf die andere“, so Roske. Als Notlösung hat sie ihm sogar schon einmal ihre Handschuhe beim Gassigehen übergezogen.

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Johann Hasenfuss ist mit seinem 14-jährigen Bulldoggen-Rüden Sammy in der Marktstraße unterwegs. Der Hund trägt seinen roten Rollkragenpullover. Von Frauchen wird er immer getragen.

Fotos: st

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