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US-Unternehmen Lytro bietet Kamera für den Massenmarkt an

Lichtfeldfotografie für jeden

Soll lieber der Bildhintergrund oder der Vordergrund fokussiert werden? Oder: Welche Perspektive ist für die Aufnahme am besten? Nutzer von Lichtfeldkameras können diese Entscheidungen auch noch nach Drücken des Auslösers treffen. Denn die besondere Technik dieser Kameras erlaubt es, Objekte in einem bereits aufgenommenen Bild nachträglich am Computer scharf zu stellen. Auch eine Verschiebung der Perspektive, ein Zoom in das Bild oder die Wahl eines anderen Ausschnitts sind noch möglich, nachdem das Foto bereits gemacht worden ist.

Nicole Trodler

Autor

Nicole Trodler Onlineredakteurin zur Autorenseite

Das gelingt, weil Lichtfeldkameras nicht wie die bisher üblichen Kameras ein flaches 2D-Bild produzieren, sondern statt einer einzelnen Lichtebene gleich das gesamte Lichtfeld um das jeweilige Motiv herum aufnehmen und speichern. Dabei werden auch Informationen über die einzelnen Tiefenebenen des Bildes erfasst, was zudem eine 3D-Optik ermöglicht. Die ersten Lichtfeldkameras gab es bereits am Ende des 20. Jahrhunderts. Diese waren aber für den Massenmarkt zu teuer und wurden zunächst nur von professionellen Anwendern genutzt, beispielsweise bei Filmproduktionen oder im wissenschaftlichen Bereich. Lichtfeldkameras für den Einsatz in Industrie und Forschung werden zum Beispiel vom deutschen Unternehmen Raytrix kommerziell vertrieben.

Die weltweit erste Lichtfeldkamera für Konsumenten wurde vom US-Unternehmen Lytro auf den Markt gebracht – im April 2012 in den USA, Australien, Kanada, Hongkong und Singapur, ein reichliches Jahr später dann auch im deutschsprachigen Raum. Das Design ist minimalistisch, die Form der Kameras erinnert eher an einen Bauklotz oder ein Fernrohr. Die Technik des Geräts bietet aber mehr, unter anderem einen 11-Megaray-Sensor und die Möglichkeit eines achtfach optischen Zooms.

Da in diesem Jahr eine Lichtfeldkamera der zweiten Generation auf den Markt gebracht wurde, die Lytro Illum, gibt es die älteren Modelle mittlerweile für um die 200 Euro zu kaufen. Der Nachfolger, in Deutschland noch nicht erhältlich, ist mit einem Kaufpreis von 1600 Euro erheblich teurer. Dafür gibt es dann aber gleich einen 40-Megaray-Sensor, besseren Zoom und ein verändertes Aussehen.

2 Bilder

Gedruckt sind die Möglichkeiten der Lichtfeldkameras nur zu erahnen, auf den obigen Bildern gibt es aber zumindest einen kleinen Eindruck der nachträglichen Schärferegelung. pr (2)




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