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Geschwindigkeitsmessung in Hespe: Viele Temposünder im Bereich des Schulzentrums

Leveser Allee ist Problemzone - keine Unfälle

Hespe (gus). Die Samtgemeinde Nienstädt hat umfangreiche Tempomessungen machen lassen. Fünf Jahre lang wurde an 61 Stellen an jeweils mehreren Tagen überprüft, wie schnell die Autofahrer unterwegs sind. Unsere Zeitung stellt die Ergebnisse in vier Folgen vor. Heute: Problemzone Leveser Allee.

Rücksicht auf Kinder: An der Leveser Allee sind bedenkliche Wert

Verglichen mit denen derübrigen drei Mitgliedsgemeinden haben die Messungen in Hespe wenige extreme Tempoverstöße zutage gefördert. An manchen der überprüften Verkehrspunkte wurde keine Überschreitung des Tempolimits um mehr als 20 Stundenkilometer registriert. Problemzonen gibt es trotzdem. Eine davon ist ausgerechnet die Leveser Allee im Bereich des Schulzentrums Helpsen. Dort sind am 18. Mai 2005 49 von 741 Autos mehr als 30 Kilometer pro Stunde zu schnell gefahren. Eine Quote von rund 6,6 Prozent. 204 Fahrzeuge, also gut ein Viertel, haben die erlaubten 50 Stundenkilometer eingehalten. Horst Salzmann, der das Haus bewohnt, vor dem das Messgerät postiert war, meint, dass die Werte deutlich höher gewesen wären, wenn etwas weiter in Richtung Ortsausgang gemessen worden wäre. Denn von dort aus rasen die Fahrzeuge - insbesondere Busse - nach Angaben des Hespers extrem schnell in das Dorf hinein. In der entgegengesetzten Richtung seien es speziell Motorradfahrer, die schon weit vor dem Ortsschild mächtig aufdrehten. Auf 80 bis 90 Kilometer pro Stunde schätzt Salzmann deren Geschwindigkeit im Ort. Margret Prinzhorn, die zwei Grundstücke näher am Ortsschild wohnt, tippt sogar auf 100 km/h. Und das, obwohl auch nach dem Ortsschild weiterhin Tempo 50 gelte. Die Anwohner der Leveser Allee machen sich Sorgen um die Schulkinder und solche, die nachmittags die Sporthallen nutzen. "Wenn da mal ein Unfall passiert, dann ist es zu spät", sagt Camilla Bütehorn. Diese spricht sich, wie auch Salzmann und Prinzhorn, für mehr Kontrolle in dem Bereich aus. Die Polizei müsste blitzen oder zumindest eine Geschwindigkeitsanzeige postieren. Auch Fahrbahnschweller würden die "Rennstrecke" (Prinzhorn) entschärfen. Für Jürgen Eggers, Leiter des Schulzentrums Helpsen, ist die Situation schwierig einzuschätzen. Er nimmt den Verkehr nicht als deutlich zu schnell wahr, erklärt er, räumt aber auch ein, den Bereich an der Parkplatzausfahrt nahe dem Ortsschild von seinem Büro aus nicht einsehen zu können. Immerhin: Es habe noch keine Unfälle gegeben.

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