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Keine Kinderbetreuung mehr in Hülsede - Mitarbeiterinnen gehen nach Lauenau / Zum Abschied kommt Rettungswagen

Letzter Tag nach 37 Jahren: Spielkreis stellt Betrieb ein

Hülsede (nah). Kein Kinderlachen dringt mehr aus dem Gemeindehaus von St.Ägidien in Hülsede: Nach genau 37 Jahren ist die Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen dort jetzt zu Ende gegangen.

Zuletzt hatten noch 14 Mädchen und Jungen die Einrichtung besucht; nach den Ferien wären es vermutlich noch weniger gewesen. Die beiden bisher vom Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg beschäftigten Mitarbeiterinnen wurden von der Samtgemeinde Rodenberg übernommen und sind künftig in Lauenau tätig. Die Eltern können ihren Nachwuchs nach Pohle oder in den 1992 von Messenkamp und Hülsede gemeinsam errichteten Kindergarten "Pusteblume" in Lauenau schicken. Das Aus für den Spielkreis drohte schon seit Jahren, weil der fällige Zuschuss aus der kommunalen Kasse für die maximal 20 Plätze im Vergleich zu den samtgemeindeeigenen Kindergärten immer weiter stieg. So drängten Politik und Verwaltung auf ein Ende, zumal das kommunale Platzangebot inzwischen ausreichend vorhanden ist. Ein kleines Fest beendete dieÄra, die 1971 ausschließlich mit kircheneigenen Mitteln begonnen worden war. Der damalige Pastor Otto Dohmeier hatte sich für die Gruppe engagiert, die zunächst von Wilma Platte geleitet worden war. Später folgte für viele Jahre Ursula Gallus. Zuletzt waren Gudrun Linz und Helga Meier verantwortlich. Immer wurde das Spielkreisleben auch von elterlicher Mithilfe begleitet. Es gab Arbeitseinsätze und zuletzt sogar einen Förderverein. Für die 14 Mädchen und Jungen der letzten Stunde im Gemeindehaus besorgte Kirchenvorsteher Clemens-Christian Stummeyer noch ein besonderes Bonbon. Er gewann den Ausbildungsleiter des Arbeiter-Samariterbunds (ASB) Hannover-Land/ Schaumburg, Klaus Fricke, für einen Besuch mit dem Rettungswagen. Das Einsatzfahrzeug steuerte mit Blaulicht das Gemeindehaus an. Dann wurde eine Notfallversorgung demonstriert; die Kinder durften den Rettungswagen und dessen Einrichtung besichtigen. "So könnte", kommentierte der selbst beim ASB tätige Stummeyer, "die Angst vor den Geräten der Notfallrettung genommen werden." Schließlich kamen die Mädchen und Jungen selbst an die Reihe und übten das Anlegen von Verbänden oder die Stabile Seitenlage.




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