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Fest- und Grillplatz kostet die Gemeinde rund 80 000 Euro / Anwohner kritisiert fehlende Transparenz

Letzter Baustein für neues Zentrum

Niedernwöhren. Mit einem Fest- und Grillplatz soll das neue Dorfzentrum an und um die „Alte Schule“ in Niedernwöhren vollendet sein. Die Renovierung des Hauses ist abgeschlossen, jetzt kommt noch „schnurstracks“ das Außengelände dran, berichtet Bürgermeister Thomas Bachmann.

Der Platz soll und muss dieses Jahr fertig werden, weil die Zuschüsse im Herbst auslaufen. Insgesamt kostet das Vorhaben rund 160 000 Euro inklusive Grundstückskauf. 50 Prozent werden durch Zuschüsse getragen. Unter anderem soll der Festplatz für die künftigen Erntefeste und den Weihnachtsmarkt dienen. In diesem Jahr steigen beide Veranstaltungen aber wie gehabt an der Grundschule – falls doch noch etwas schief geht.

Die Vorbereitungen für den Platz sind schon getroffen. Die Tannen wurden gefällt, und der kleine Tümpel in der Mitte der Wiese soll bald zugeschüttet werden.

Kritisch und mit der Forderung nach mehr Transparenz hat sich ein Anwohner der Hauptstraße an unsere Zeitung gewandt: „Es ist schon ein starkes Stück des Rates, ohne Bürgerbeteiligung dieses Prestigeprojekt durchzuboxen und das Geld leichtfertig auszugeben.“

Bachmann widerspricht diesem Vorwurf: Es habe vor etwa zwei Wochen einen Termin mit den unmittelbaren Anwohnern gegeben, die auch vom Erntefestlärm betroffen wären. Diese hätten dem Vorhaben „grünes Licht“ gegeben, meint Bachmann. Außerdem sei der gesamte Plan um die „Alte Schule“ doch seit Langem im ganzen Ort bekannt, verteidigt er das Projekt. Doch die Kritik des Anwohners geht noch weiter: Die Investitions- und Folgekosten seien unangemessen, das Geld unüberlegt aus dem Fenster geworfen, im Rat einfach nur „durchgeknallt“ worden, klagt der Niedernwöhrener. Das Geld könnte seiner Ansicht nach sinnvoller eingesetzt werden – etwa für durchgehende Straßenbeleuchtung. „Wozu noch einen weiteren Festplatz?“, fragt er. Mit Grundschule und neuer Feuerwache gebe es doch ausreichend Festplätze. Eine Bürgerinitiative könnte die Ratsmitglieder sicher davon überzeugen, „dass hier auch bis zum Ende gedacht werde“, meint er.

Bachmann verteidigt den Bau des Festplatzes, der zum Teil gepflastert werden soll – allerdings wasserdurchlässig. Schließlich sei es beschlossen, in und um die „Alte Schule“ eine Art Dorfzentrum einzurichten – und dazu gehöre eben auch ein Festplatz für Erntefest und Co.kil




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