×

Letzter Ausweg: Streik

In Frankreich wird gestreikt. Anstatt wie gewohnt jeden Tag zur Arbeit zu gehen, demonstrieren viele Menschen auf Frankreichs Straßen. Ihr Ziel ist es zu verhindern, dass ein Gesetz des Parlaments gültig wird. Im Moment dürfen die Menschen in Frankreich mit 60 Jahren in Rente gehen. Doch das neue Gesetz würde das sogenannte Rentenalter auf 62 Jahre erhöhen. Die Menschen müssten also länger arbeiten.

In Frankreich wird gestreikt. Anstatt wie gewohnt jeden Tag zur Arbeit zu gehen, demonstrieren viele Menschen auf Frankreichs Straßen. Ihr Ziel ist es zu verhindern, dass ein Gesetz des Parlaments gültig wird. Im Moment dürfen die Menschen in Frankreich mit 60 Jahren in Rente gehen. Doch das neue Gesetz würde das sogenannte Rentenalter auf 62 Jahre erhöhen. Die Menschen müssten also länger arbeiten. Damit die Regierung dem neuen Gesetz nicht zustimmt, streiken nicht nur die Erwachsenen. Auch die Jugendlichen wollen sich für ihre Rechte einsetzen. Sie blockieren die Schultore, so dass das Betreten des Schulgeländes und somit das Unterrichten nicht möglich ist. Doch die Jugendlichen zeigen nicht immer nur friedlich, was sie von dem Gesetzesentwurf halten: In der Stadt Marseille zündeten sie Autos an und bewarfen Polizisten mit Steinen. Daraufhin wurden einige von ihnen festgenommen. Das hat aber mit einem normalen Streik nichts mehr zu tun. Doch was ist denn eigentlich ein Streik? Und wie sieht so ein Widerstand in Deutschland aus?

Zuerst einmal darf nicht jeder einfach aufhören, zu arbeiten, weil er seine Forderungen durchzusetzen möchte. Damit kein Durcheinander entsteht, dürfen Streiks nur von den Gewerkschaften geplant werden. Um die Interessen der Beschäftigten in großen Unternehmen zu vertreten, bestimmen die Mitarbeiter Stellvertreter. Schließen sich die Arbeitervertreter mehrerer Betriebe zusammen, so spricht man von einer Gewerkschaft. Deren Aufgabe besteht darin, mit den Chefs über den Lohn und die Arbeitszeiten der Angestellten zu verhandeln. Auch die Chefs haben sich in Verbänden zusammengeschlossen, den Arbeitgeberverbänden.

Diese beiden Parteien verhandeln als Tarifpartner über die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Können sich die beiden Gruppen nicht auf eine Lösung einigen, die beide Seiten zufriedenstellt, so ist ein Streik vom Grundgesetz her erlaubt. Die Angestellten streiken zum Beispiel, um mehr Geld zu bekommen. Da die Beschäftigten in der Zeit, in der sie streiken, nicht arbeiten, wird ihre Arbeit nicht erledigt. Dadurch können die Arbeiter Druck auf ihren Chef ausüben. Als Reaktion auf einen Streik hat dieser die Möglichkeit, Arbeiter auszusperren. Das heißt, er lässt auch die Angestellten, die bereit sind zu arbeiten, nicht auf das Firmengelände und muss ihnen daher keinen Lohn zahlen. Ein Streik, der nicht von den Gewerkschaften geplant ist, heißt wilder Streik und ist verboten. karo




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt