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Laternenumzug vorbei an allen Netzpunkten

Lesereise in der Nordstadt

Hameln. Ein Laternenumzug der besonderen Art war es, der am bundesweiten Vorlesetag durch die Hamelner Nordstadt zu beobachten war. Angeführt vom mystischen Rattenfänger, zogen Grundschulkinder aus dem Hohen Feld in einem immer größer werdenden Zug von einem Kooperationspartner des Netzwerks Nordstadt zum nächsten, um an den verschiedensten Orten vorgelesen zu bekommen und gemeinsam zu singen.

Die Lesereise begann in der Tagespflege Nord, der Julius-Tönebön-Stiftung, wo Ursula Wehrmann die Rattenfängersage sowohl für die Tagesgäste als auch für die Kinder der 4. Klassen vorlas. Anschließend sangen die Kinder für die Senioren, bis der dunkle Rattenfänger, verkörpert von Claus Lindner, sein Pfeifchen hervorzog und die Kinder gekonnt weiter in die Heinestraße lockte.

Im Treffpunkt Heinestraße, der HWG und dem Treffpunkt Nordstadt, Mütterzentrum, wurden sie bereits mit Freude von Kindern der 3. Klassen erwartet. Man wollte nun auch Heiko Fuhrmann lauschen, der bereits im kleineren Kreis aus dem Buch „Ein Märchen geht um die Welt“ vorgelesen hatte. In diesem Buch erzählen Studenten verschiedenster Nationen, was aus ihrer Sicht mit den Hamelner Kindern, damals im Jahre 1284, wohl geschehen sein könnte.

Vergnügt zog der Trupp weiter ins Gemeindezentrum Hohes Feld, also dem Standort für das Netzwerk Nordstadt, wo Christine Gleiss bereits für interessierte Senioren in gemütlicher Runde bei Kerzenschein weitere Geschichten über den möglichen Verbleib der Kinder gelesen hatte und sich nun auch die 2. Klassen dazugesellten. Der Saal war gut gefüllt und die Stimmung großartig, als nun erneut gelesen und gesungen wurde, bis es zur vorletzten Station der Grundschule Hohes Feld ging, wo Elisabeth Beerbom-Schöning für alle Klassenstufen las.

Den Kindern hat es sichtlich Spaß gemacht.

Die letzte Station war die Kindertagesstätte der AWO im Bertholdsweg, wo bereits über den ganzen Tag verteilt gelesen wurde, die Feuerschale für das Stockbrot glühte, der Punsch bereitstand und die Crêpes mit ihrem verführerischen Duft nicht nur die Kinder anlockten.

Die Kinder erhielten auf den einzelnen Stationen verschiedenste Gaben, um für ihre Reise in die Zukunft gut gerüstet zu sein. Es gab selbst gebackene Plätzchen, Glückskleeblätter, ein Licht und einen Muggelstein als Talisman. Aber auch der Rattenfänger sollte nun endlich, nach so vielen Jahren in Frieden ziehen können und wurde mit einem irischen Reisesegen zu Gitarrenklängen würdevoll verabschiedet.

Sowohl er als auch die geschätzten 200 Menschen, die sich auf den Weg zu dieser Reise gemacht hatten, trugen mit ihrer guten Laune dazu bei, dass es für alle ein wirklich schönes Erlebnis wurde, welches unter der Ägide des Kontaktbeamten der Hamelner Nordstadt, Herrn Mainberg, stand, der diese Reise dankenswerterweise vom Anfang bis zum Ende begleitete.

Mit diesem Laternenumzug wurde allen Teilnehmern auf beeindruckende Art und Weise klar, wie gut die Vernetzung verschiedenster Einrichtungen in der Nordstadt funktioniert. Die gute Zusammenarbeit aller an dieser Lesereise beteiligten Institutionen besteht jedoch nicht nur mit dem Netzwerk, sondern auch in unterschiedlichsten Konstellationen untereinander.

Somit war diese Veranstaltung eine willkommene Gelegenheit für alle, um gemeinsam zu zeigen, wie gut es ist, auch immer das große Ganze im Blick zu haben und sich gegenseitig zu unterstützen.




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