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Lesepaten in der Wilhelm-Raabe-Schule

Hameln. Am Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag steht Deutsch-Lehrerin Mar-

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tina Markut nicht allein in der Klasse. Sie erscheint in Begleitung einer Lesepatin, die es sich ehrenamtlich zur Aufgabe gemacht hat, den Kindern beim Lesenlernen zu helfen. Voller Vorfreude erwarten die Schüler schon ihre Patin. Rasch wird das Buch unter dem Pult hervorgeholt und dann geht’s los: Einzelne Kinder gehen in die Schüler-

bücherei oder den Südstadt-Treff und lesen ihrer Patin vor oder bekommen selbst vor-

gelesen. Und das geschieht nicht nur in der 3a, sondern in allen Grundschulklassen der Schule.

„Natürlich haben die Kinder im Unterricht die Technik des Lesens erlernt, aber ihnen fehlt es häufig an der Übung. Gerade das Lesen ist am Anfang noch recht mühsam für die Kinder“, berichtet Martina Markut. Erst durch tägliches Training wird das Lesen zum Vergnügen. Die Schüler der Wilhelm-Raabe-Grundschule kommen aus 23 verschiedenen Nationen. Deutsch wird nur selten zu Hause gesprochen und die Kinder erfahren das Sprechen und Lesen der deutschen Sprache eigentlich nur in der Schule. Die Lesepaten Ruth Busch, Elke Burkart, Christel Wolten und Lea Trapp, die in der 3a eingesetzt sind, wollen die Kinder für das Lesen gewinnen und sind selbst begeisterte Leser. Ein besonderer Auftritt in der Klasse

erfolgt immer am Mittwoch, wenn die jüngste Lesepatin Lea Trapp um 8.00 Uhr den Klassenraum betritt. Die

17-Jährige ist selbst noch Schülerin der 12. Klasse am Schiller-Gymnasium und nutzt ihre beiden Freistunden am Morgen, um mit den Kindern zu üben. Danach steht noch ein Schultag bis 17.00 Uhr für Lea an. Ihr Engagement begründet Lea damit, dass sie früher selbst große Schwierigkeiten mit dem Lesenlernen hatte. Sogar ausgelacht wurde sie, weil sie beim Vorlesen langsam und stotternd las. „Ich will den Kindern der 3a zeigen, dass man diese Probleme überwinden kann.“



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