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Dr. Jens Schneider ist erste Wahl, wenn ein sturmerprobter Arzt für eine Jacht gesucht wird

Leinen los: Als Schiffsarzt auf dem Traumschiff

Krainhagen (sig). In unserer Region fahlgrauer Himmel, Regen und Sturmwarnungen. Die Menschen lechzen nach Sonne und Wärme. So mancher möchte jetzt das nächste Flugzeug buchen und sich dorthin begeben, wo man sich im Freien wohlfühlen und bei angenehmen Temperaturen baden kann. Dr. Jens Schneider konnte sich diesen Wunsch erfüllen, aber nicht als Urlauber, sondern als Schiffsarzt auf dem Segelschiff "Sea Cloud" von der gleichnamigen Hamburger Reederei.

Der Krainhäger Arzt steht inzwischen als seetauglicher und erfahrener Mediziner in den Wunschlisten deutscher Reeder. Wer mit einem historisch umgestalteten Dreimaster wochenlang bei teilweise sehr stürmischer See zusammen mit einem Fernsehteam von Bremerhaven nach New York unterwegs ist, der benötigt keine weitere Empfehlungen. Die auf mehreren Fernsehkanälen gezeigte "Zeitreise" blieb erwartungsgemäß nicht die einzige Verpflichtung als Schiffsarzt. Der erprobte Fahrensmann Jens Schneider war auch bereits mit der "Alexander von Humboldt" auf den Weltmeeren unterwegs. Und deshalb war er auch jetzt erste Wahl, als die Viermastbarke "Sea Cloud" aufgroße Reise ging. Dieses Schiff wurde 1931 als private Segeljacht mit etlichem Komfort in Kiel erbaut. In der Vergangenheit war die Jacht durch viele Hände gegangen. Im zweiten Weltkrieg hielt sie sich als Versorgungsschiff der amerikanischen U-Boote im Bereich der US-Küste auf. Hamburger Kaufleute erwarben sie schließlich und rüsteten sie zu einem exklusiven Kreuzfahrtschiff auf. Jens Schneider: "Das Schiff besitzt den Charme der 30er Jahre:Viel echtes dunkles Holz mit Schnitzereien, vor allem in den Räumen für die Eigner, aber auch für den mitfahrenden Arzt und Lehrer." Der Krainhäger Arzt, der auch als Rettungsmediziner ausgebildet worden ist, flog zusammen mit seiner als Krankenschwester tätigen Ehefrau Manuela zur Insel Antigua im Norden der "Kleinen Antillen". Im Hafen lag neben anderen Kreuzfahrtschiffen die "Sea Cloud". In der erste Woche fuhr die Viermastbark in südlicher Richtung bis zur Karibik-Insel Grenada. "Einen halben Tag lang wurde gesegelt, dann ein Hafen angefahren, um von dort Ausflüge zu unternehmen", berichtete der Krainhäger. Auch die Krater von noch aktiven Vulkanen wurden aufgesucht. Auf dem Programm standen außerdem Besichtigungen von botanischen Gärten, von Schildkrötenfarmen, Zuckerrohrplantagen und Betrieben, in denen Rum hergestellt wird. In der zweiten Woche ging es nordwärts zu den Jungferninseln. Zeit zum Baden und Schnorcheln gab es ebenfalls reichlich. "Wir erlebten auch zwei stürmische Tage mit kräftigen Passatwinden, bei denen selbst ich Pillen einnehmen musste", erinnerte sich der Arzt. Aber im Großen und Ganzen habe es keine schwerwiegenden Erkrankungen gegeben. In jedem Fall kümmerte sich der Krainhäger aufmerksam um die Passagiere und die Besatzung. Ein 85-jähriger Amerikaner aus Philadelphia hat sich jetzt schriftlich bei ihm dafür bedankt. Auf dieser Fahrt gab es übrigens mehrere Begegnungen mit der Schauspielerin Iris Berben. Sie verbrachte mit ihrem neuen Partner Heiko Kiesow eine Woche auf dem Kreuzfahrtschiff. Einige Zeit begleitete auch ein Fernsehteam des ZDF die "Sea Cloud". Voraussichtlich zeigt das ZDF am Ostermontag ab 19.15 Uhr einen Reisebericht.




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