weather-image
"Altlasten" aus dem vorigen Jahr werden im Feuchtgebiet abgearbeitet

Lebensraum für Laubfrösche: Neue Tümpel in der Niederung

Bückeburg (bus). In der Bückeburger Niederung sind weitere Renaturierungsmaßnahmen geplant. Wie Dr. Joachim Beug vom Naturschutzamt des Landkreises der Hauptversammlung der Bückeburger Ortsgruppe des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) erläuterte, sollen noch in diesem Jahr drei Flachgewässer angelegt werden. "Die Finanzierung ist gesichert, wir warten jetzt auf die Befahrbarkeit der Flächen", deutete der Experte den zeitnah bevorstehenden Beginn der Arbeit en an.

Bei den im Scheier und Mittleren Bruch sowie auf den Amtmannschen Wiesen geplanten Vorhaben handelt es sich sozusagen um Altlasten aus dem zurückliegenden Jahr. "2007 konnten wir aber wegen der Bodenverhältnisse nicht aktiv werden", erklärte Beug. Selbst geländegängige Fahrzeuge seien in dem durchfeuchteten Areal stecken geblieben. Die bis zu einem Hektar großen Gewässerflächen sollen überwiegend durch flache Abschiebungen entstehen. Darüber hinaus plant der Nabu-Kreisverband im Rahmen seines Laubfroschprojekts die Schaffung mehrerer kleiner Gewässer, so genannter Blänken. Beug berichtete zudem von Diskussionen, in denen gegenwärtig ein neues Entwässerungskonzept für den Scheier Bruch debattiert wird. Eine Idee sieht eine Umkehr der Fließrichtung in den Entwässerungsgräben vor, in deren Folge das Wasser südlich um das Naturschutzgebiet herumgeführt werden könnte. Ebenfalls zur Zeit noch im Diskussionsstadium befindet sich die Installation eines Informationssystems für die gesamte Bückeburger Niederung. "Auf der einen Seite soll den Besuchern etwas geboten werden", umriss Beug die Sicht der Kreisverwaltung, andererseits könne mit dem System der Besucherdruck gebündelt werden. Diese Idee berge "noch viel Konjunktiv". Als mögliche Bestandteile nannte Beug Informationstafeln an Parkflächen, die Ausschilderung von Rundwegen für Spaziergänger und Reiter, die Errichtung einer Beobachtungsplattform, die Kennzeichnung von Naturerlebnispunkten und die Herausgabe eines Faltblattes. Rückblickend bezeichnete der Fachmann die (Wieder)-Öffnung des historischen Aue-Abschnitts in den Dammwiesen als "eines der Highlights des Renaturie- rungsprogramms". Wo die Bückeburger Aue zuvor als "Schussstrecke" in einem tief eingegrabenen künstlichen Bett den Kontakt zur Umwelt verloren hatte, sei ihr ein Teil der natürlichen Dynamik zurückgegeben worden.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt