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Vortrag von Bruno Scheel vom NABU in der „Grünen Gurke“ beim Kleingärtnerverein Riepenbach

Lebensräume für Amphibien

HAMELN. In den letzten Jahrzehnten sind in der freien Landschaft im großen Umfang viele Lebensräume – insbesondere für Amphibien – verloren gegangen.

Ein Feuersalamander FOTO: Bruno Scheel/PR

Dies geschah durch Intensivierung der Landwirtschaft und den Ausbau der Wirtschaftswege, argumentiert Britta Raabe von der NABU-Regionalgeschäftsstelle Weserbergland. Unter anderem seien vielerorts temporär wasserführende Senken durch Verfüllen oder Drainage als Laichgewässer nicht mehr vorhanden. Und auch wasserführende Radspuren auf nicht versiegelten Wegen hätten ihre Funktion als Vernetzungslinien durch Ausbaumaßnahmen verloren. Aus diesem Grund lädt der Kleingärtnerverein Riepenbach zu einer Infoveranstaltung in sein Vereinsheim „Zur Grünen Gurke“, in Wangelist, Senator-Urbaniak-Weg 2, ein. Referent ist Bruno Scheel, der sich ehrenamtlich im Naturschutzbund Deutschland engagiert und viel Wissen aus seiner praktischen Arbeit gewonnen hat. Unter anderem arbeitet er seit Langem für das Gelbbauchunkenprojekt des NABU Niedersachsen. Der Vortrag findet im Rahmen der „Umwelttage Weserbergland 2017“ am Freitag, 8. September, von 18.30 bis 20.20 Uhr statt. Seit einigen Jahren sei dieser negative Trend auch in vielen Waldgebieten zu beobachten, so Britta Raabe. Ließe sich der Verlust von „Gewässern“ auf den Wegen – ausgelöst durch Wegebaumaßnahmen – noch verschmerzen, wiegt der häufig parallel laufende Ausbau der Wegeseitengräben um einiges schwerer. Die Grabensohle wird meist so ausgeführt, dass nur noch selten Wasser dort stehen bleiben kann. Fand man früher in den Gräben noch häufig amphibisches Leben, sei das heute nur noch selten der Fall.

In dem Vortrag wird ausführlich auf diese Problematik eingegangen, aber es werden auch anhand von vielen praktischen Beispielen Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Eingegangen wird auch auf das sensible Thema „Rückegassen“ und die damit verbundenen hochverdichteten Radspuren. Selten wird erkannt, dass diese wassergefüllten Radspuren einen ganz besonderen Lebensraum nicht nur für Amphibien darstellen: unter anderem profitieren viele Libellenarten und auch Feuersalamander davon.PR



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