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Wer kennt sich aus? / Mitplaner für "historische Spaziergänge" in den Ortsteilen gesucht

Leader+ hilft, die Heimat neu zu entdecken

Rinteln (ur). Ein touristisch interessantes Programm mit "historischen Spaziergängen" ist für verschiedene Ortsteile von Rinteln im Rahmen von "Leader+" entwickelt worden, jenem Projekt der EU also, das Mittel für die Förderung des ländlichen Raums bereitstellt.

Die "historischen Spaziergänge" sind keine Konkurrenz, sondern E

Begonnen wurde damit bereits im vergangenen Jahr im Bereich der Ortsteile südlich der Weser. Inzwischen sind die Arbeiten so weit abgeschlossen, dass die Aufträge für die Druckentwürfe vergeben wurden. Für die Ortsteile nördlich der Weser und die bislang ausgesparten südlichen Ortsteile Hohenrode und Strücken soll jetzt ebenfalls mit den Arbeiten begonnen werden. Touristische und kulturhistorische Besonderheiten werden durch gekennzeichnete Fußgängerrouten erschlossen und miteinander vernetzt: Dadurch werden neue Möglichkeiten der aktiven Freizeitgestaltung für Besucher, aber auch für Einheimische geschaffen. "Zielgruppe sind dabei insbesondere Kulturtouristen, aber auch die Nutzer der Schullandheime sowie Gruppen aus den örtlichen Schulen" heißt es dazu von Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz. Jede Route wird mit einem Faltblatt bedacht, in demüber Sehenswürdigkeiten, Wegführung, Rastplätze, Einkehrmöglichkeiten und Übernachtungsangebote informiert wird. Vorgesehen sind derzeit Routen für Todenmann mit Dankersen, Steinbergen, Strücken-Hohenrode, Westendorf-Deckbergen-Schaumburg sowie Engern-Ahe und Kohlenstädt. In den meisten Ortsteilen existieren Dorfchroniken, auf die man bei dieser Planung zurückgreifen kann. Darüber hinaus aber wollen die Planer auch auf den Erfahrungsschatz von heimatkundlich Interessierten und anderen Zeitzeugen zurückgreifen, damit eine lebendige Aufarbeitung möglich ist. Unter Leitung von Dr. Stefan Meyer vom Museum Rinteln gibt es dazu ein erstes Treffen am Dienstag, 3. Juli, im Rathaussaal, bei dem das Sammeln und Zusammenstellen dieser Hinweise in Wort und Bild koordiniert werden soll. Besonderes Interesse besteht an Hinweisen auf besondere Gebäude, also etwa alte Gehöfte, Mühlen, Forsthäuser Sägewerke, Burgen, Kirchen etc. Meyer erläuternd dazu: "Bei der Bewertung von Gebäuden sind es manchmal Kleinigkeiten, die ein Haus hervorheben können - zum Beispiel der alte Schweinehaken am Dielentor für die Hausschlachtung, eine bemerkenswerte Hausinschrift, ein schöner Bauerngarten oder auch Hochwassermarken und sichtbare Kriegsspuren oder Hinweise auf bekannte frühere Bewohner." Interessant seien aber auch andere Inhalte der Kulturlandschaft wie z.b. alte Ackerterrassen, Grenz-und Gedenksteine, Frühere Kirchwege, Dämme und Brücken oder hervorstechende Bäume, aufgelassene Steinbrüche und Köhlerplätze oder archäologische Fundplätze. Die dabei entstehende Sammlung wird nicht nur in die Erarbeitung der "historischen Spaziergänge" einfließen, sondern könnte auch einen Grundstock zur weitergehenden Dokumentation landschaftstypischer Elemente schaffen.



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