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Nach Tod des Vorsitzenden Weichen für Vorhaben gestellt

Lauenauer Heimatverein: Lücke im Vorstand bleibt

Lauenau (nah). Gut einen Monat nach dem plötzlichen Tod des langjährigen Vorsitzenden Carl-Friedrich Engelking sitzt der Schock im Vorstand des Lauenauer Heimat- und Museumsvereins noch tief. Aber die Verantwortlichen blicken nach vorn: "Das sind wir unserem Kalle schuldig", fasst sein Stellvertreter Friedrich-Karl Reinecke zusammen. An die Wahl eines Nachfolgers ist vorerst aber nicht gedacht.

Der Vorstand hat eine "Bestandsaufnahme" begonnen: "Wir wissen gar nicht, was für Arbeit im Verborgenen geleistet wurde", erläuterte Schriftführer Jürgen Schröder Engelkings umtriebiges Engagement. Dieser sei "eigentlich ständig für den Heimatverein unterwegs" gewesen. So gebe es in dessen Privaträumen etliche Gegenstände und Unterlagen, von denen nicht sicher sei, ob es sich um Privatbesitz oder um Vereinseigentum handele. Auf jeden Fall werde dem Verstorbenen im Museum selbst eine dankbare Erinnerung gewidmet: "Die gesamte Einrichtung des Hauses ist doch sein Werk." Reinecke begründete die Entscheidung, kurzfristig auf eine Neuwahl zu verzichten. Sofern ein Nachfolger aus den jetzigen Reihen des Vorstands komme, würde auch dieser wieder eine Lücke im kleinen Kreis der Verantwortlichen reißen. Deshalb appellierte er an Mitglieder und Interessierte, sich für die ehrenamtliche Arbeit zur Verfügung zu stellen. Sie könnten als künftige Beisitzer nominiert werden. Benötigt werde zudem eine gelegentliche Museumsaufsicht: Momentan wechseln sich sechs Personen bei den im Zwei-Wochen-Abstand am Sonntagnachmittag festgelegten Öffnungszeiten ab. Die jetzt begonnene "Bestandsaufnahme" von fälligen Arbeiten und Vorhaben sieht im Vordergrund zunächst die bevorstehenden Veranstaltungen. Zur Fleckenfete wird es einen Informationsstand mit den dem Verein angeschlossenen Arbeitsgemeinschaften Sünteltalbahn und Bergbau geben. Es geht wieder mit großem Personal- und Materialaufgebot zum "Schorsenbummel" nach Hannover. Außerdem folgt ein weiterer "Tag des Offenen Stolleneingangs" im Oktober am Bergwerk. Natürlich will sich der Heimatverein beim Schaumburger "Tag des offenen Denkmals" am 9. September einbringen. Die Aufmerksamkeit soll besonders auf die wahrscheinlich weltgrößte Süntelbuche gelenkt werden, die im Lauenauer Volkspark wächst. Ein Faltblatt ist in Vorbereitung. Der Auetaler Experte Horst Buchta stellt etliche Bilder für eine Sonderausstellung im Museum zur Verfügung. Für 2008 ist ebenfalls eine Bilderschau vorgesehen: Ein glücklicher Zufall bescherte den Heimatfreunden Teile aus dem Nachlass des früheren örtlichen Elektromeistrs Heinz Schmedes. 200 Glasplatten und rund 1500 Negative dokumentieren das örtliche Leben in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. In wenigen Wochen feiert der Heimatverein den 20. "Geburtstag" seines "Gesindehauses": Am 1. September 1987 war das Gebäude rechtzeitig vor dem bereits geplanten Abriss gerettet worden. Schon damals war übrigens Engelking die treibende Kraft für den Erwerb und hatte deshalb auch den Bruch mit dem Schaumburg-Lippischen Heimatverein in Kauf genommen. In den folgenden 16 Jahren wurde das alte Fachwerkgebäude am Rundteil umfassend restauriert. "Nun fangen wir bald wieder von vorn an", wies Schröder auf erste anfallende Reparaturen hin. Dabei gibt es Flächen im Haus, die noch gar nicht angepackt worden sind: zum Beispiel der riesige Dachboden oder auch der Anbau im Hof. Eine weitere Herausforderung wird das Aufräumen im "Magazin" sein: Auf einer großen Lagerfläche im Gewerbepark befinden sich etliche Gegenstände und Dokumente, die nicht oder noch nicht ausgestellt werden sollen. Das zu archivieren, hat sich der Vorstand ebenfalls vorgenommen.



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