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„Langeweile kam bei uns Jugendlichen eigentlich nie auf“

SPRINGE. Wilde Frisuren, Schulterpolster, Neue Deutsche Welle und Mopeds – das Leben in den 80er-Jahren war eine Zeit, an die sich viele Menschen gerne zurückerinnern. So auch Annette Fesel, Jahrgang 1966, die in Springe geboren und aufgewachsen ist.

Immer unter Freunden: Annette und Dirk Fesel (v. l.) in dem alten Fachwerkhaus mit ihrer Clique in den 80er-Jahren. FOTo: privat

Autor:

Danny herden

„In Springe war jedes Wochenende was los. Langeweile kam bei uns Jugendlichen eigentlich nie auf“, sagt die 51-Jährige.

Die Eltern eines gemeinsamen Freundes besaßen ein leer stehendes Fachwerkhaus in der Heidstraße in Springe, in dem sich die Clique oft für Partys traf. Fehlen durfte dabei nie Musik von AC/DC oder Lieder der Neuen Deutschen Welle. Zu den Partys kamen immer wieder neue Gesichter und Bekanntschaften entstanden schnell.

„Wir waren immer so drei bis vier Mädels und sechs bis acht Jungs. Alle so im Alter zwischen 16 und 20 Jahren“, erinnert sich Annette Fesel. Wenn nicht gerade das Fachwerkhaus Treffpunkt war, fuhr die Clique mit Mopeds durch die umliegenden Dörfer. Ihr Mann, Dirk Fesel, weiß noch genau: „Jeder musste so ein Moped haben. Das war damals voll angesagt, vor allem um den Mädels zu imponieren.“ An den Wochenenden ging es schon häufiger mal in die Disco. Besonders beliebt bei den Jugendlichen war die Disco „Zum Stern“ in Bakede, der Club „TC“ in Bad Münder, die „Tanzschule Meyer“ und das „Cocoa“ in Springe.

Das „La Blanche“ in der Hamelner Straße haben sie eher selten besucht, da hier das Milieu „zu fein“ gewesen sei. Manchmal traf sich die Gruppe auch einfach draußen und trank zusammen Mix-Getränke, wie „Cola-Whisky“ oder „Blue curacao“. Um sich die Getränke zu besorgen, gingen die Jugendlichen meist zum Kiosk „Nebgen“ in der Hamelner Straße, Ecke Ellernstraße, da die Läden nur bis 18 Uhr geöffnet waren.

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