×
Orkan verhagelt Schaustellern den Samstag

Lange Gesichter: Sturmtief "Emma" fegt die Kirmes leer

Bückeburg (jp) . Frühjahrsmarkt im Zeichen von Sturmtief Emma: Während der Orkan Äste, Laub und teilweise ganze Bäume durch die Luft fegte, machten Buden- und Karussellbetreiber in der Bückeburger Innenstadt überwiegend lange Gesichter. Noch verhältnismäßig gut besucht war der Freitagabend: Trotz einiger heftiger Regenschauer zog es eine nicht unbeträchtliche Zahl von Besuchern in Bückeburgs gute Stube zum Bummeln, Schauen, Schmausen oder in eines der vielen Fahrgeschäfte.

Am Sonnabend jedoch machte das Wetter allen Hoffnungen der Frühjahrsmarktbetreiber einen Strich durch die Rechnung: Nachdem Sturm und Gewitter am frühen Morgen über der historischen Residenzstadt getobt und einigen angerichtet hatte (so landete ein großer Baum quer über der Lulu-von-Strauß-und-Torney-Straße), zudem von diversen Wetterdiensten und Umweltverbänden davor gewarnt worden war, die eigenen vier Wände überhaupt zu verlassen, blieb die Innenstadt am Nachmittag nahezu verwaist. Karussells und Fahrgeschäfte fuhren, wenn überhaupt, nur mit Minimalbesetzung. Und einige der Kram- und Trödelhändler hatten ihre Stände, vor allem wohl aus Furcht vor Beschädigung durch das Wetter, gar nicht erst geöffnet. Auch am Abend fiel der Kirmesbesuch angesichts anhaltender Regenschauer und Windböen dürftig aus. Betrübte Miene daher bei Schaustellersprecher Josef Weber: "Der Freitagabend war trotz des Regens noch recht ordentlich, aber der Sonnabend fällt uns natürlich komplett weg." Dabei wollte der Schaustellersprecher mit ein klein wenig Kritik hinter den Medien nicht hinter dem Berg halten: Die von Rundfunk und Fernsehen häufig wiederholten Empfehlungen, aufgrund des Sturmes am Wochenende überhaupt nicht ins Freie zu gehen, sei zu allgemein formuliert gewesen: "Die Gefährdungslagen sind von Region zu Region unterschiedlich und sicherlich im Wald ganz anders einzuschätzen als beispielsweise in einer Innenstadt." Weltuntergangsstimmung für die wirtschaftliche Situation der Schausteller wollte Josef Weber indes nicht aufkommen lassen: "Wir betrachten immer eine Saison als ganzes. Da muss man einfach auch einkalkulieren, dass einige Tage durch das Wetter eben ins Wasser fallen." Am gestrigen Sonntagöffneten zusätzlich zum Frühjahrsmarkt die Einzelhändler in der Innenstadt für vier Stunden ihre Tore. Am heutigen Montag klingt der Markt mit dem Familientag, bei dem viele Schausteller und Fahrgeschäfte mit reduzierten Eintrittspreisen locken, aus.




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt