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Die Branche richtet sich nach bestimmten Kriterien

Lang lebe das Gebäude – so wird nachhaltig gebaut

Spätestens seit dem Kyoto-Protokoll, das Anfang 2005 in Kraft getreten ist, steht fest: Der Ausstoß von Treibhausgasen muss in den nächsten Jahren drastisch reduziert werden, wollen die Menschen die Umwelt auch noch für ihre Nachkommen erhalten. Aus dieser Notwendigkeit heraus hat vor allem die Baubranche eine erfreuliche Entwicklung durchgemacht. Immer mehr Planer und Bauherren setzen auf energieeffiziente und nachhaltige Gebäude, immer mehr Häuser werden nach ökologischen Kriterien errichtet, wodurch Ressourcen geschont, Energie gespart und Emissionen verringert werden. Ein Beispiel dieser Bauweise hat die Energiebank Hildesheim gerade erst mit einem Innovationspreis ausgezeichnet: Die Albert Fischer Hausbau GmbH hat in Elze ein Gebäude errichtet, das dank innovativer Hybrid-Technik mehr Energie produziert als verbraucht.

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Die „Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile ein Schlüsselwort in allen Bereichen des täglichen Lebens. Dabei bedeutet der Begriff im Grunde immer das Gleiche: die Lebensqualität heutiger und künftiger Generationen zu sichern. Um dieses Ziel langfristig zu erreichen, achten Baustoffhersteller darauf, die technischen und umweltrelevanten Leistungsmerkmale ihrer Produkte zu verbessern. Die Grundlage hierfür bilden Umwelt-Produktdeklarationen (englisch: Environmental Products Declarations, EPDs), die in Deutschland vom Institut Bauen und Umwelt e.V. herausgegeben werden. Diese beinhalten Informationen zu den ökologischen und technischen Eigenschaften eines Produktes entlang der verschiedenen Stadien im Produktlebensweg – von der Rohstoffgewinnung und Herstellung über die Verarbeitung und Nutzung bis hin zum Recycling. Kern einer Umwelt-Produktdeklaration ist eine Ökobilanz, die anhand verschiedener Kennzahlen die wesentlichen Umweltwirkungen des Produkts, wie das Treibhauspotenzial sowie den Ressourcen- und Energieeinsatz offenlegt.

Planer und Bauherren können so schon in der Planungsphase auf einen sinnvollen, umweltschonenden Einsatz von Ressourcen achten. Worauf es neben der Ökologie der Baustoffe ankommt, ist zudem ihre Beständigkeit, denn ein Gebäude, das jahrzehntelang wartungsfrei bleibt, spart neben neuen Ressourcen auch Zeit und Geld.

In einem nachhaltigen Gebäude muss folglich die Balance folgender Faktoren gewährleistet sein: Es muss ökonomisch, ökologisch, technisch leistungsfähig und soziokulturell ansprechend – den sozialen Bedürfnissen entsprechend – sein. Erst wenn diese Faktoren miteinander in Einklang gebracht werden, ist ein Gebäude wirklich nachhaltig. Dabei kommt der Langlebigkeit des Hauses eine besondere Bedeutung zu, da man dadurch Geldbeutel und Umwelt gleichermaßen schont.

Nachhaltigkeit bedeutet, die Lebensqualität heutiger und künftiger Generationen zu sichern. Dem Bausektor kommt dabei eine bedeutende Rolle zu. Bauherren können schon in der Planungsphase auf einen sinnvollen, umweltschonenden Einsatz von Ressourcen achten.

Bild:tdx/BU/Leah-Anne Thompson



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