weather-image

Landwirtschaft erwartet gute Erträge im Weserbergland

BAD MÜNDER. Aufatmen bei den Landwirten: „Der Niederschlag in den vergangenen Tagen war wichtig“, sagt Kreislandwirt Karl-Friedrich Meyer. „Wir hatten ein relativ trockenes Frühjahr.“
Denn so langsam nehmen die Bauern im Landkreis die Ernte aufs Korn.

Voll im Saft: Die Mischung aus Regen und Sonne gefällt den Getreidesorten auf den Feldern – der Raps braucht aber voraussichtlich noch ein paar Wochen. Foto: Dittrich
dittrich

Autor

Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

„Wir stehen kurz vor der Haupternte“, sagt Meyer, „die erste Wintergerste wird schon gedroschen.“ Es ist die erste Kornsorte, die von den Feldern geholt wird, Mitte Juli beginnt die Haupterntezeit. Meyer schätzt, dass die Landwirte ab dem 20. Juli ihren Ertrag einholen.

Kritisch waren in diesem Jahr – wie auch in den Vorjahren – die trockenen, und gleichzeitig ungewöhnlichen heißen Tage im Frühling. „Die Tage, die wir über 30 Grad hatten, die tun schon weh.“ In diesem Jahr beschränkten sich diese Tage mit mehr als 30 Grad aber auf wenige Ausnahmen, insgesamt ist Meyer mit der Witterung zufrieden. „Wir hatten im Weserbergland auch keine großen Unwetter.“ Die punktuellen Gewitter seien unproblematisch gewesen.

Jetzt blicken die Landwirte also nur noch auf die Erntetage – rund einen Monat lang ab Mitte Juli sitzen die Bauern täglich auf den Traktoren, mähen die Felder ab. „Das sind gleichzeitig die Hundstage“, sagt Meyer, „da regnet es oft.“ Er kann sich daran erinnern, dass er 2016 sogar die Heizung wieder anwerfen musste.

Hauptsächlich bauen die Landwirte Winterweizen an, der dann reif wird. Dazu kommen Mais, Raps und Zuckerrübe, die auch im münderschen Bereich angebaut werden. „Zuckerrübe ist dieses Jahr allerdings stark angestiegen“, sagt Meyer – eine Reaktion auf die trockenen Perioden der Vergangenheit. Es habe sich gezeigt, dass die Rüben die trockenen Monate in der ersten Jahreshälfte wesentlich besser verkraften als andere Sorten wie beispielsweise Mais oder Raps. Offenbar brauchen die Rüben, die inzwischen auch in Biogas-Anlagen verheizt werden dürfen, die frühe Feuchtigkeit nicht. Über die kräftige Dusche der vergangenen Wochen beschwert sich der Mais allerdings auch nicht. „Da kann man gerade einen Zollstock danebenhalten und zuschauen wie die Pflanze wächst“, freut sich Meyer.

Neben Mais gilt die Zuckerrübe laut der Landwirtschaftskammer Niedersachsen als Pflanze mit hoher Energiedichte – eignet sich also gleichermaßen als Tierfutter und Stromerzeuger. Außerdem, darauf weist Meyer auch hin, ist die Pflanze für die Fruchtfolge sehr interessant: Um die Ackerflächen über die Jahre möglichst effizient und gleichzeitig schonend zu nutzen. Der Wechsel der Anbausorten soll die Fruchtbarkeit des Bodens erhalten.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt