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Landwind will in Flegessen bauen

Flegessen. Auf den Plänen, die Diplom-Ingenieur Georg Seibert vom Planungsbüro Luckwald im vergangenen Monat im Bauausschuss vorgestellt hat, ist die Fläche bereits als mögliches Vorranggebiet für Windkraftanlagen markiert: Nun soll tatsächlich ein Investor sein Interesse an dem Gebiet zwischen Unsen und der B 217 in Flegessen bekundet haben. Es geht dabei um eine Ergänzung eines rund 90 Hektar großen Areals am Liethberg bei Groß Hilligsfeld (Hameln).

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„Fläche D/E“ heißt dieser Bereich im Hamelner Verwaltungsdeutsch. Einen Interessenten, der dort Windräder errichten möchte, gibt es, wie das Hamelner Rathaus auf Anfrage mitteilt. „Hier werden aber gerade erst die Antragsunterlagen zusammengestellt“, heißt es. Über den Namen des Interessenten spricht die Verwaltung noch nicht. Doch die Antwort ist buchstäblich naheliegend: Gleich auf der anderen Seite der Bundesstraße 217 hat das Unternehmen Landwind aus Gevensleben (Kreis Helmstedt) kürzlich in Coppenbrügger Gebiet mit den Wegebauarbeiten begonnen. Südlich der Landesstraße 423 werden dort bis zu zehn weitere Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe von knapp 200 Metern errichtet. Und offenbar könnte sich Landwind am Liethberg Ähnliches vorstellen. „Wir würden dort gerne Windkraftanlagen bauen“, sagt Unternehmenssprecherin Stefanie Mertz. Zunächst aber müssten die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Darin ist die Stadt Hameln nach der Ausweisung der Vorrangflächen zwar bereits weit fortgeschritten. Doch die Hamelner Fläche reicht Landwind nicht aus.

Jenseits der Stadtgrenze würde der künftige Windpark, so die Landwind-Pläne, noch einige hundert Meter in Münderaner Gebiet – genauer in das von Flegessen – hineinreichen. Hier gehe es, so die Landwind-Sprecherin, jedoch noch um die Änderung des Flächennutzungsplanes. Anders als in Hameln muss eine solche Änderung in Bad Münder auch vom Landkreis genehmigt werden. Welche Anlagen in welcher Anzahl und Höhe zwischen Hilligsfeld und Flegessen errichtet werden könnten, sei noch von diesen Rahmenbedingungen abhängig, sagt die Unternehmenssprecherin.

Für Flegessens Ortsbürgermeister Detlef Olejniczak waren diese Gerüchte gestern neu. Er warnt vor Panikmache: Schließlich stehe Bad Münder noch am Anfang der Ausweisung von Vorranggebieten; der Vorentwurf besage noch nichts.fh/col



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