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B 65-Debatte: Gespräch im Nenndorfer Rathaus / Finanzhilfe zugesagt

Landrat will Variante 4 optimieren

Bad Nenndorf (rwe). In der Debatte um den Ausbau der Bundesstraße 65 bei Drei Steine hat sich Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier noch einmal für Variante 4 stark gemacht und der Stadt eine feste Beteiligung an den anteiligen Kosten zugesagt. Er legte im Gespräch mit den Fraktionsspitzen aus dem Bad Nenndorfer Rat gleich eine Liste mit Argumenten vor, die für die "schnelle Kreisel lösung" sprechen.

Die Diskussionen um die Varianten am Knotenpunkt "Drei Steine" erscheinen endlos, dennoch stimmt Schöttelndreier das Ergebnis sehr zufrieden. Die vielen Gespräche hatten dazu geführt, dass Bad Nenndorf "eine tolle Ortsumgehung" bekommt, schwärmt der Landrat. Denn normalerweise wäre bei einem 2+1-Ausbau einer Bundesstraße eine derart verschwenkte Lösung kaum denkbar. Aber dank vieler guter Argumente aus den Gemeinden trage das Straßenbauamt den Entwurf mit. Schöttelndreier war im Nenndorfer Rathaus, um noch einmal bei den Fraktionsspitzen des Rates für die vom Landkreis favorisierte Variante 4 zu werben und die Vorteile aufzulisten. Das Ergebnis: Die Lösung soll "technisch optimiert" und ein Stück weiter nach Westen verschoben werden, allerdings nicht bis zu der jetzigen Trasse der Rodenberger Allee, wie es die Variante 3 vorsieht. Den Knoten mitten ins Gelände zu legen, dafür führte der Landrat mehrere Gründe in Feld. Bei einem Umbau auf der viel zitierten "historischen Verbindung" müsste die Straße zwischen Rodenberg und Bad Nenndorf für viele Monate gesperrt werden. "Das würde die Kaufleute richtig belasten", warnte er. Da der Knoten bei Variante 4 etwas abseits liegt, könne der Verkehr auch in der Bauphase weiter ungehindert fließen. Das natürliche Gefälle im Gelände spreche ebenfalls für Variante 4, ergänzte der Landrat. So würde die Brücke, die dann die Bundesstraße 442über die B 65 führt, 3,50 Meter niedriger. Das sei nicht nur landschaftlich schöner, es erspare erhebliche Kosten und mache diese Lösung günstiger und schneller als die andere. Für Radfahrer und Fußgänger gebe es künftig eine direkte und sichere Verbindung über eine Extrabrücke auf der alten Trasse. Sie müssten die Bundesstraße so nicht einmal kreuzen. Dass die Variante 3 auf den Skizzen schlanker wirkt, liegt laut Schöttelndreier daran, "dass wir die Kreuzung noch nicht ausgeplant haben". Auch bei Variante 3 wären Kreisel nötig, die an der Stelle kaum zu realisieren wären. In der Kostenfrage kam der Landkreis den Bad Nenndorfer Ratsvertretern weiter entgegen. Die juristische Betrachtung lasse eine Beteiligung an dem betreffenden Knotenpunkt zu, so der Landrat, auch wenn dort zunächst keine Kreisstraße betroffen sei. Eine Belastung Bad Nenndorfsüber Gebühr werde es nicht geben, so Schöttelndreier "Wir würden auch das Geld vorstrecken." Zwar müsste sich die Kommune um die Zuschüsse aus dem so genannten Entflechtungsgesetz bemühen. Für die Restsumme stellte er eine 50-prozentige Hilfe in Aussicht.



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