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Landkreis will Gebirgszüge als Vorranggebiet ausweisen

BAD MÜNDER. Der Landkreis will im neuen Raumordnungsprogramm Deister und Süntel besonders schützen: Die beiden Gebirgszüge sollen als zwei von zwölf neuen Vorranggebieten für landschaftsbezogene Erholung ausgewiesen werden. Damit sind sie noch besser gegen Planungen abgesichert, die diesen Zielen entgegenstehen.

Ein besonders prominentes Stückchen Süntel: Der Europäische Fernwanderweg E1 führt am Süntelturm vorbei. Foto: Rathmann
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Teil des Schutzes ist auch die Erreichbarkeit, eine Verbesserung der Ausschilderung sowie der Erhalt und die Pflege von Aussichtspunkten. Zu den Kriterien für die Auswahl als Vorranggebiet gehört etwa „eine herausragende Landschaftsbildqualität mit besonderem Schutzbedarf“ – aber auch eine gute Erreichbarkeit per öffentlichem Nahverkehr und regional bedeutsame Rad- und Wanderwege. Wichtig ist auch die Funktion für die Erholung einer möglichst großen Wohnbevölkerung.

Diese Punkte treffen nach Ansicht der Planer etwa für den Süntel zu – nicht nur wegen seiner Beliebtheit bei Ausflüglern. Der Süntel liegt auch am Europäischen Fernwanderweg Nr. 1, der Nordsee und Mittelmeer verbindet. Er ist auch durch Wanderwege, Rast- und Parkplätze und per Bus gut erschlossen – und spricht neben Angeboten für Radfahrer und Wanderer auch Klettersportler an. Der Süntel hilft außerdem durch seine Nähe zu Bad Münder als Standort mit der besonderen Entwicklungsaufgabe Tourismus. Als einzige Belastung für das Gebiet führt das Raumordnungsprogramm die Existenz von Steinbrüchen auf.

Den Deister – und den Kleinen Deister als Extra-Gebiet – bewerten die Planer ähnlich gut: Mit seiner Nähe zu Nienstedt sei er hier besonders für die siedlungsnahe Erholung geeignet.

Weitere geplante Vorranggebiete im Landkreis: Ith, Hellberg/Hasselburg (Emmerthal), Pyrmonter Berg, Scharfenberg/Hajener Holz (Emmerthal), Klüt/Riepen (Hameln), Schweineberg/Uhlenberg (Hameln), Schwarzer Bruch/Basberg (Hämelschenburg), Rumbecker Berg (bei Hessisch Oldendorf) und Thal bis Eichenborn (Bad Pyrmont). Das Raumordnungsprogramm soll von der Landkreis-Politik in diesem Jahr in der neuen Fassung verabschiedet werden.

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