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Landkreis arbeitet an Sprachförderung in den Kitas

BAD MÜNDER. Knapp 600 000 Euro erhält der Landkreis Hameln-Pyrmont vom Land Niedersachsen für die Sprachförderung von Kindern. Wie der Landtag jüngst beschloss, soll diese ab 1. August wieder von den Kitas, statt, wie in den vergangenen Jahren, von den Grundschulen durchgeführt werden sollen (wir berichteten).

Für Stadt und Landkreis ist die Sprachförderung in den Kitas eine „große Herausforderung“. Foto: dpa
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Doch die knappe Zeit zur Umsetzung dieser Entscheidung wirft auch viele Fragen auf: Wie soll die Sprachförderung innerhalb von wenigen Wochen in den Kindertagesstätten realisiert werden? Wie soll dieses Geld unter den acht Städten und Gemeinden im Landkreis aufgeteilt werden? Und wie viel Geld fließt nach Bad Münder?

„Der Systemwechsel von der Grundschule zurück zur Kita ist eine große Herausforderung für die Träger und die Verantwortlichen in den Kitas“, meint Bürgermeister Hartmut Büttner. Grundsätzlich sei es aber der richtige Schritt, die Sprachförderung so früh wie möglich anzusetzen. Nun müsse allerdings zügig die Finanzierungsfrage geklärt werden, da die neue Regelung bereits ab 1. August gilt. „Das ist ein enormer Termindruck.“

An einer Lösung wird daher auch bereits beim Landkreis Hameln-Pyrmont gearbeitet. Dazu findet am 17. Juli ein trägerübergreifendes Treffen statt. Bei einem ersten Treffen habe sich bereits eine Arbeitsgruppe zu dem Thema gebildet, sagt Kreissprecherin Sandra Lummitsch auf Anfrage der NDZ. „In der Arbeitsgruppe soll ein Förderkonzept, das den Bedarfen der 87 Einrichtungen im Landkreis Hameln-Pyrmont entspricht, entwickelt werden“, erklärt sie.

Die Rahmenbedingungen und Einzelheiten, die das Kultusministerium von den Jugendhilfeträgern erwartet, seien derzeit allerdings noch nicht abschließend formuliert. Auch die Verordnung zur Durchführung der Sprachförderung befinde sich noch im Anhörungsverfahren mit den kommunalen Spitzenverbänden, erklärt die Kreissprecherin. „Das Konzept kann daher erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgelegt werden.“

Wie viel Geld genau in die Kitas in Bad Münder fließen wird, ist aus diesem Grunde auch noch nicht bekannt. Was allerdings bereits feststeht: „Die Verteilung der Mittel ist gesetzlich geregelt“, erklärt Lummitsch. „85 Prozent der Gelder sollen für die Beschäftigung von Personal aufgewendet werden.“ Aus den Mitteln könnten daher landkreisweit zirka 17 halbe Stellen aufgebaut werden.

Wenn bereits Personal, auch durch Stundenaufstockungen, zur Verfügung stehe, „können in den Einrichtungen mit Sprachförderbedarf schon Kräfte zusätzlich beschäftigt werden“, so die Kreissprecherin. „Mit Fördermaßnahmen wird daher schon in Teilbereichen in gut drei Wochen begonnen werden.“

Mit den nicht durch Personalkosten gebundenen Mitteln, also den restlichen 15 Prozent des Geldes, sollen Fachberatung und Fortbildung für die Einrichtungen organisiert werden.

Genaueres soll beim Trägertreffen am 17. Juli erläutert werden. „Insgesamt ist die Umsetzung auch für den Landkreis Hameln-Pyrmont als örtlichen Träger der Jugendhilfe eine große Herausforderung“, fügt Lummitsch hinzu.



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