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Landfrauen in Beber: Der geschulte Blick in den Stall

BEBER. Manchmal dauert es halt etwas länger – und so haben die Landfrauen aus dem Sünteltal auch etwas länger gebraucht um festzustellen, dass mit dem Milchhof Kinast und der benachbarten Biogasanlage in Beber gleich zwei Betriebe im Herzen des Landfrauen-Gebietes liegen, die einen genaueren Blick verdienen.

Barbara Otte-Kinast erläutert ihren Gästen die einzelnen Stationen der Kälberaufzucht auf dem Milchhof.
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Zu Besuch waren 86 Sünteltaler Landfrauen und befreundete Landfrauen aus Rodenberg jetzt nicht nur auf einem Betrieb in ihrem Bereich, sie waren auch zu Gast bei Niedersachsens erster Landfrau: Barbara Otte-Kinast bewirtschaftet den Hof am Ortsrand von Beber mit ihrem Mann Jürgen. Sie stellten den überaus interessierten Gästen, teilweise mit einer gehörigen Portion Fachwissen ausgestattet, vor, was ihren Alltag ausfüllt. Zunächst ging es in den Abkalbstall mit üppiger Strohunterlage und viel Ruhe, dann zu den weiteren Stationen. Zu den kleinen Kälbern, die anfangs in Einzelboxen mit Igluhütte und Nuckel getränkt werden. Dann weiter zur Gruppenhaltung der Kälber, später zu den tragenden Färsen auf der Weide. Die Milchkühe auf Hof Kinast sind in einem großen Laufstall untergebracht, wo auch die Fütterung stattfindet und auch die Melkstation angesiedelt ist. Dass Barbara Otte-Kinast Bäuerin mit Herz und Seele ist, attestierten ihr die Landfrauen im Anschluss an die Führung ungefragt.

Das zweite Standbein der Kinasts ist die Biogasanlage, die Jürgen Kinast bei einem Rundgang vorstellte. Er erläuterte technische Abläufe, ging auf wetterbedingte Änderungen ein und stellte auch vor, was mit der im Prozess gewonnenen Wärme passiert. Bereits vor einigen Jahren wurde eine Leitung eingerichtet, die den Büromöbelhersteller Wilkhahn mit Wärme versorgt. Angeschlossen sind auch einige Haushalte in Beber, die Kita, die Mehrzweckhalle, das DRK und die Feuerwehr profitieren von der Wärme aus der Anlage. Ein Teil der Wärme wird auch zur Trocknung von Holz und Getreide verwendet. Auch auf kritische Fragen der Gäste, etwa zur Belastung durch verstärkten Verkehr in der Erntezeit oder beim Abfahren des Gärsubstrates, ging Jürgen Kinast ein. Diskutiert wurde auch noch nach der Führung – bei Gegrilltem und leckeren Salaten, hergestellt natürlich von den Landfrauen selbst.



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