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Landfrauen im Kloster Walkenried

SPRINGE. Die Wandergruppe des Springer Landfrauenvereins erkundete auf einer Tagestour den Harz.

Im Klostermuseum Walkenried wurden sie im Kreuzgang von 1300 zu einer Führung erwartet. Der Brüdersaal war der Studier- und Arbeitsraum der Mönche.“Die Brüder sind erst dann richtige Mönche, wenn sie von der Arbeit ihrer Hände leben.“ Die Originale von 1500 Urkunden, die hier erstellt wurden, sind im Herzoglich Braunschweigischen Archiv zu Wolfenbüttel untergebracht. An den 2 Carzer- Büßerzellen steht: „Wer leichte Verfehlungen begangen hat, soll vom gemeinsamen Tisch ausgeschlossen werden. Im Oratorium darf er keinen Psalm singen. Beim Vorübergehen darf ihm niemand einen Segensgruß bieten.Seine Speise ( Wasser und Brot ) darf nicht gesegnet werden.“ Adelheid von Walkenried“ gilt als Stifterin und ist als einzige Frau dort bestattet. 1129 gründete ein Abt aus Kamp am Niederrhein mit 12 Mönchen das Kloster. Die Zisterzienser – ein asketischer benediktinischer Reformorden – tragen weiße Ordenstracht. Im frühen 13. Jh. entwickelten die wassertechnisch versierten Mönche erste Systeme zur Wasserversorgung ihrer eigenen Montan- und Teichwirtschaft. Das Kloster entwickelte sich zu einem mittelalterlichen „Klosterkonzern“. Seit 2010 ist Walkenried Teil des UNESCO-Welterbes „Bergwerk Rammelsberg“ ,Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft,dem bedeutendsten und größten vorindustriellen Energieversorgungssystem der Welt. Nach einer Rast im Schnitzelhaus in Bad Sachsa wurden die Damen in der Gärtnerei Brandt in die Geheimnisse der Orchideenpflege eingewiesen. Mit viel neuem Wissen und einigen Pflanzen im Gepäck wanderten sie den Kranichweg ein Stück entlang. In der Harzer Waffelbäckerei schlemmten sie Waffeln mit Eis, Heidelbeeren und Schlagsahne.




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