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Strategieteam-Leiter Carsten Reuß malt düsteres Bild: An allen Ecken fehlt das Geld

Landesmuseum nur noch bei Bedarf offen?

Bückeburg (rc). Die Zukunft des Landesmuseums Bückeburg hängt am seidenen Faden. Zwar müsse noch die Hauptversammlung des Trägervereins, des Schaumburg-Lippischen Heimatvereins, beraten und entscheiden. Es ist aber absehbar, dass der Verein nicht genügend Geld für die Umgestaltung und die Erhalt der Sammlung, die notwendige Sanierung des Gebäudes und die personelle Ausstattung hat.

"Ich bin nicht wirklich optimistisch, ob und wie wir die ganzen Aufgaben schultern können", sagte Carsten Reuß in der Sitzung des Kultur- und Fremdenverkehrsausschusses. Reuß ist Leiter des "Strategieteams" des Heimatvereins, das derzeit ein neues Konzept zum Erhalt des Landesmuseums erarbeitet. Im Hauptberuf ist der Historiker Reuß stellvertretender Chef des Mindener Preußenmuseums und sachkundiger Bürger im Kulturausschuss. Wie Reuß sagte, wird derzeit im Heimatverein überlegt, dass Museum im alten Burgmannshof an der Langen Straße mit dem Ende der Winterpause nur noch nach Bedarf, also auf Anfrage, zu öffnen. Reuß: "Die Kosten für das Aufsichtspersonal hinterlassen einfach zu schwere Narben in unserer Kasse. So kann es nicht weitergehen." Dennoch wurde in der Winterpause eine Abteilung umgestaltet: "Hof und Staat". Für die "große Lösung" habe der Heimatverein erst recht kein Geld, sagte Reuß weiter. Denn außer für das Aufsichtspersonal fehlt es erst recht an Geld für eine notwendige Sanierung des Gebäudes sowie Geld für die Pflege und Unterhaltung des Bestands. Im Winter sei es zu kalt im Museum, im Sommer zu heiß, außerdem gebe es Feuchtigkeitsschäden, zählte Reuß einige bauliche Mängel auf. Bei den Exponaten wies Reuß darauf hin, dass das Museum "wirkliche Schätze und Kleinode besitzt, um die uns selbst große Museen beneiden". Nur einen Betreuer oder gar Historiker mit Fachverstand könne sich der Verein nicht leisten. Zwar gebe es eine Reihe ehrenamtlicher Helfer, an erster Stelle Kurt Ptack. Aber auch dieseien inzwischen am Rande ihrer Kapazitäten. "Wir können die Sammlung nicht mehr fachgerecht unterhalten." Es fehle die personelle Ausstattung für Pflege und Vermittlung der Sammlung. Reuß zusammenfassend: "Es gibt viel Diskussions- und Gesprächsbedarf auf der Jahreshauptversammlung".



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