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Klaus-Achim Schiller geht in den Ruhestand / Staatssekretärin Cora Hermenau: Schon jetzt sehr große Resonanz

Land sucht neuen Geschäftsführer für das Staatsbad

Bad Nenndorf (rwe). Das Land Niedersachsen sucht einen neuen Geschäftsführer für das Staatsbad. Er tritt die Nachfolge Klaus-Achim Schillers an, der mit Ablauf seine Vertrages am Ende des Jahres in den Ruhestand geht.

Klaus-Achim Schiller

Über mangelnde Post dürfte Staatssekretärin Cora Hermenau nicht klagen können, vor allem nicht in den vergangenen Tagen. Denn jeden Morgen gehen im Finanzministerium sechs bis acht Bewerbungsmappen für die Stelle des Geschäftsführers bei der Niedersächsisches Staatsbad Nenndorf Betriebsgesellschaft mbH ein. "Wir haben schon jetzt eine sehr große Resonanz", sagt die Aufsichtsratsvorsitzende mit Blick auf das Verfahren, das bis zum 25. April läuft. Hermenau geht deshalb davon aus, dass sie einen guten Kandidaten für das Amt findet, das derzeit Klaus-Achim Schiller bekleidet. Der hat zum Ende des Jahres seinen Vertrag nach mehr als fünf Jahren erfüllt und geht mit 65 Jahren in den Ruhestand. Zwar nennt Hermenau noch keinen Einstellungstermin, aber der neue Chef soll "frühestmöglich" sein Büro im Deisterhaus beziehen, damit ihn Schiller noch einarbeiten kann. Dieser möchte sich nicht zu seinem Abschied äußern und lässt auf telefonische Anfrage nur durch seine Sekretärin bestätigen, dass er in den Ruhestand geht. Der Diplom-Kaufmann aus Helmstedt war im Mai 2002 als vorheriger Leiter der Giftmülldeponie Münchehagen zum Staatsbad gekommen und bildete mit dem damaligen Kurdirektor Hartmut Manthey ein gleichberechtigtes Gespann, blieb aber eher im Hintergrund. Auch nach dem Ausscheiden Mantheys im Mai 2004 hielt sich Schiller in derÖffentlichkeit eher zurück. Die nun freie Position des Kur direktors wollte er nicht einnehmen. Sie blieb unbesetzt. Mit der Kurstadt und ihren Vertretern wurde Schiller in den fünf Jahren nicht warm. Beim Neujahrsempfang, den Stadt und Staatsbad früher ausgerichtet hatten, war er nicht einmal mehr zugegen oder schickte einen Vertreter. In Hannover wird gehofft, mit dem neuen Geschäftsführer jemanden zu finden, der einen besseren Zugang zu den städtischen Verantwortlichen findet. Soziale Kompetenz steht ganz oben auf dem Zettel, wenn es um die Führung des Unternehmens geht, das mit seinen 170 Mitarbeitern etwa zwölf Millionen Euro pro Jahr erwirtschaftet. "Wir suchen jemanden mit Manager- und Marketingfähigkeiten", so Hermenau. Der ideale Bewerber bringt nicht nur ein betriebswirtschaftliches Studium mit, sondern auch "fundierte Kenntnisse im Gesundheitswesen". Denn der Geschäftsführer soll künftig für die Rheuma-Klinik die Verhandlungen mit den Kostenträgern führen. "Ihr Ziel ist es, die Klinik im Markt zu behaupten", heißt es in der Ausschreibung. Mit der Stelle ist die Gesamtverantwortung für Klinik mit Therapie und Naturmittelabgabe sowie für die Landgrafentherme verbunden.

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