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Lärm stört Fische beim Fressen

San Francisco. Unterwasserlärm stört Fische beim Fressen. Dadurch werde die Futteraufnahme weniger effizient, berichten britische Biologen nach Versuchen mit Stichlingen. Ständige Ablenkungen könnten bei den Fischen dazu führen, dass sie ungenießbare oder schädliche Dinge fressen, länger fressen müssen oder einen Raubfisch nicht rechtzeitig erkennen. Diese indirekten Lärmfolgen müssten stärker beachtet werden, schreiben Julia Purser und Andy Radford von der Universität Bristol (Großbritannien) im Fachjournal „PLoS ONE“. Bisher war der Einfluss von Unterwasserlärm hauptsächlich bei großen Meeressäugern untersucht worden. Die Forscher hatten Dreistachlige Stichlinge (Gasterosteus aculeatus) im Labor mit Unterwasserlautsprechern kurzen Lärmschüben ausgesetzt, wie sie auftreten, wenn etwa ein Motorboot über sie hinwegfährt. Dabei stellten sie fest, dass die Tiere zwar nicht aufhörten, zu fressen, aber deutlich abgelenkt wurden. Sie waren weniger genau bei der Auswahl des Futters, schnappten wahllos nach ungeeigneten Partikeln und fraßen insgesamt weniger effizient.




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