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Lastwagen von der A 2 verursachen Schäden / Anwohner haben Angst / Behörde: Kein Geld für Straßenausbau

L 439 völlig kaputtgefahren: Politiker schlagen Alarm

Antendorf/Hattendorf (la). Anwohner haben Angst, die Landesstraße 439 zwischen Hattendorf und Pohle zu befahren. Schwere Lastwagen haben in den vergangenen Wochen und Monaten tiefe Schlaglöcher auf der Straße und regelrechte Gräben am Straßenrand verursacht. Das Verkehrsaufkommen auf der Landestraße ist dramatisch angestiegen, nachdem die Bauarbeiten aufder A 2 und schwere Verkehrsunfälle für ständigen Stau sorgen und die Verkehrsteilnehmer auf die Umleitungsstrecke zwingen. Immer wieder rufen Anwohner bei den Ortsvorstehern Helmut Meier und Hans-Jürgen Bethge aus Hattendorf und Antendorf an und beschweren sich. Jetzt schlagen die Ortspolitiker für ihre Mitbürger Alarm.

Helmut Meier (l.) und Hans-Jürgen Bethge messen einen 40 Zentime

Besonders betroffen ist die Strecke zwischen Antendorf und Pohle im Kurvenbereich in Höhe von Gut Nienfeld. Dort haben sich Meier und Bethge ein Bild von der Situation gemacht. Ein 40 Zentimeter tiefer "Graben" - gemessen von den Ortsvorstehern - wurde am Fahrbahnrand ausgefahren. Für Meier ein gravierender Gefahrenpunkt, wenn sich Fahrzeuge begegnen. "Die Straße macht es Lkw-Fahrern an dieser Stelle fast unmöglich, ohne Berührung aneinander vorbeizukommen", stellt Meier fest. Friedrich Steinmeyer, stellvertretender Ortsbrandmeister der Feuerwehr Antendorf, hat die starke Beschädigung an der Straße inzwischen bei der Straßenmeisterei in Rinteln gemeldet, die zunächst lediglich eine Bake aufstellte, dann aber wohl doch die große Gefahr erkannte und den Graben mit Splitt auffüllte. "Eine dauerhafte Lösung ist das aber nicht", so der Feuerwehrmann, der dieses Handelnfür völlig unzureichend hält. Der Hattendorfer Ortsvorsteher hat zudem beobachtet, dass die Zugmaschinen und Anhänger der Landwirte geradezu über die unebene Straße "springen" und zusätzliche Gefahrenmomente herbeiführen. "Ein weiteres Problem ist, dass die Fahrzeuge in beiden Orten viel zuschnell fahren und oft auf die Fußwege ausweichen müssen, um den Gegenverkehr vorbeizulassen", merkte Bethge an, der sich mit seinem Amtskollegen einig ist, dass schnellstens etwas geschehen muss, bevor ein schlimmer Unfall passiert. "Kinder, Fußgänger und Radfahrer sind hier nicht mehr sicher", sind sich die Ortsvorsteher einig. Sie erinnern an die Zusagen der Landesregierung, die bereits im Expo-Jahr 2000 den geplanten Ausbau der Bundesautobahn und der Landesstraßen (Umleitung) fertigstellen wollte. "Wir sind jetzt wieder an einem Punkt angelangt, den wir so nicht mehr hinnehmen wollen", so Bethge und Meier übereinstimmend, die sofortige Maßnahmen verlangen und indirekt auch mit einer Demonstration drohen. Aus ihrer Sicht müssen die Umleitungsstrecken völlig neu überarbeitet werden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, den Verkehr auf der Autobahn staufrei rollen zu lassen. Sie fordern von ihren Landtagsabgeordneten und der zuständigen Politik sofortige Maßnahmen zum Schutz der Bürger. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, stellt in näherer Zukunft keinen Ausbau der Landestraße in Aussicht. Auch Erhaltungsmaßnahmen sind derzeit nicht geplant. "Uns ist schon bekannt, dass die Straße in diesem Bereich sehr schlecht ist, aber aus finanziellen Gründen sind derzeit weder Erhaltungsmaßnahmen noch ein Umbau vorgesehen", sagt Uta Weiner-Kohl, stellvertretende Amtsleiterin in Hameln.



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